#5 Dr. Thomas Krössin - die Wechseljahre beim Mann

Shownotes

Andropause, altersassoziierter Testosteronmangel oder einfach Midlife Crisis? Nach den Wechseljahren der Frau in Folge 4 ist Dr. Thomas Krössin in Folge 5 von elementar – dem LIFELIGHT© Podcast für Healthy Living zum zweiten Mal in Folge zu Gast – und diesmal sind die Männer dran. Mit Peter Zeitlhofer und Gabriele Plätzer spricht er darüber, was passiert, wenn das Testosteron ab Mitte dreißig langsam schwindet: über Antriebslosigkeit, Libidoverlust und Muskelabbau, über Sport, Zucker und Alkohol, über die Frage, wann eine Hormontherapie wirklich sinnvoll ist – und über ein Thema, das noch stärker tabuisiert ist als der Wechsel selbst: Einsamkeit, Depression und Suizid im Männerleben. Eine Folge über das, worüber Männer meistens schweigen.

Unser Gast: Dr. Thomas Krössin ist Facharzt für Nuklearmedizin, Gesundheitsmanager und Professor für Gesundheitsmanagement. Geboren in der Freien und Hansestadt Hamburg, promovierte er zunächst in der Nierenphysiologie, absolvierte seine Facharztausbildung an der Charité in Berlin, war dort Forschungsbeauftragter und – nach einem MBA in Cambridge – kaufmännischer Leiter des Zentrums für Tumormedizin. Heute ordiniert er in Salzburg und im Vitalzentrum in Grödig und verbindet moderne Nuklearmedizin, KI-gestützte Diagnostik und patientenzentrierte Betreuung.

In dieser Folge erfährst du:

  • ob es die Wechseljahre beim Mann wirklich gibt – und warum Fachleute von Andropause oder altersassoziiertem Testosteronmangel sprechen
  • was die Leydig-Zellen im Hoden damit zu tun haben und weshalb es nicht nur um die Menge, sondern um das freie Testosteron geht
  • welche Symptome typisch sind: Leistungsabfall, Konzentrationsschwäche, Libidoverlust, Stimmungsschwankungen
  • warum Bier und Übergewicht beim Mann ausgerechnet den Östrogenspiegel steigen lassen
  • „Machen Sie Sport oder machen Sie Bewegung?" – der feine Unterschied und wie wenig Zeit tatsächlich reicht
  • ein konkreter Tagesfahrplan: warum der Tag mit Wasser statt Kaffee beginnen sollte
  • wie lange es wirklich dauert, sich zu entzuckern – und warum wir uns von der Lebensmittelindustrie „dekonditionieren" müssen
  • ab wann man die Hormone checken lassen sollte und warum auch die Schilddrüse eine Rolle spielt
  • weshalb das Testosteronpflaster die Ultima Ratio ist und beim Mann vorsichtiger eingesetzt wird als die Hormonersatztherapie bei der Frau
  • warum die Suizidrate im Alter bei Männern höher ist, welche Warnsignale Angehörige kennen sollten – und was Einsamkeit damit zu tun hat
  • und die eine Sache, die Männer ab morgen ändern könnten: endlich reden

Offen, fundiert und mit einer Portion Selbstironie – inklusive der Geschichte, wie Dr. Krössin mit 57 den Kilimandscharo bestieg.

🎧 Jetzt reinhören – und über das sprechen, worüber Männer sonst schweigen.

Transkript anzeigen

00:00:01: Elementar – der Healthy Living Podcast von Lifelight.

00:00:06: Der Podcast für deine Energie, Intuition, Gesundheit, Samplements und ein modernes Leben mit Gabriele Pletzer und Peter Seidlhofer.

00:00:16: Jeden zweiten Mittwoch neu und überall wo es Podcasts gibt!

00:00:20: Tessosteron, Energie

00:00:22: und

00:00:22: Psyche Die Wechseljahre des Mannes Mit dem Nuklearmediziner Prof.

00:00:28: Dr.

00:00:28: Thomas Gröszin.

00:00:30: Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Elementar.

00:00:36: Dem Lifelight-Podcast für Healthy Living von und mit...

00:00:40: Gabriele Pletzer

00:00:41: Und mir Peter Zeitlober.

00:00:42: Die zweite Folge mit einem gerade speziellen Gast nämlich Dr.

00:00:47: Thomas Grosin.

00:00:49: die letzte Ausgabe vor zwei Wochen hat sich ganz um das Thema Wechseljahre oder der Wechsel bei Frauen gedreht.

00:00:56: heute sind wir Männer dran.

00:00:57: Genau, heute seid ihr Männer dran und deswegen darf ich heute unseren Gast noch einmal vorstellen.

00:01:02: Dr.

00:01:02: Thomas Grösin, Sie sind eigentlich Hamburger geboren in Hamburg in der Freien Unterhandsestadt Hamburg.

00:01:07: da liegen sie auch Wert drauf.

00:01:09: Sie sind Vater von drei Kindern und sind geprägt von der medizinischen oder geschäftsführenden Detikate.

00:01:14: Charité ist das richtig?

00:01:17: Ja, das ist deshalb richtig.

00:01:18: Ich bin in Bayern immer als Preuse diskreditiert worden

00:01:22: und ich

00:01:22: hab dann immer gesagt, ich bin kein Preuse!

00:01:25: Ich bin Bürger der Freien und Hansestadt Hamburg.

00:01:28: Da bin ich in der Tat geworden ja.

00:01:31: Sehr spannend.

00:01:31: Die Tätigkeit an der Charité?

00:01:32: Wollen Sie die kurz beschreiben?

00:01:34: Ich bin von Haus aus Physiologisch.

00:01:36: Ich habe in der Physiologie Narnieren Physiografie promoviert.

00:01:39: eine Tier-Satzversuchsmethode haben wir damals versucht zu etablieren.

00:01:43: Und damals hat ein Oberarzt zu mir gesagt, mit Schomas macht doch Nuklearmedizin und dieses Orchideenfach kannte ich nicht.

00:01:51: Aber das ist ein ganz spannendes Fach.

00:01:53: Dort wird mit Radioaktivität gearbeitet und diese Radioaktivity wird beispielsweise mit Aminosäuren gekoppelt und mit dieser Verbindung von radioaktivitäten die man sichtbar machen kann – mit bestimmten Aminosauren kann man Stoffwechselvorgänge darstellen.

00:02:09: Und so bin ich dann in die Nuklearmesin gekommen an der Charité.

00:02:12: Ich habe dort meine Facharztausbildung gemacht, war Forschungsbeauftragter an der Charité.

00:02:16: Ich habe dann parallel noch ein MBA-Studium in Cambridge gemacht und war dann in der Tat im Management als kreffenscher Leiter des Zentrums für Tumor Medizin.

00:02:24: Also ich bin beides Arzt und Ökonom.

00:02:27: aber jetzt in der aktuellen Lebens- und Arbeitsphase bin ich nur noch Arzt.

00:02:31: Was ist stärker generell in Ihrem Charakter?

00:02:33: Der Arzt oder den Ökonom?

00:02:35: Ja, ich bin ein kaufmännischer Arzt oder ein erstercher Kaufmann.

00:02:38: Das kann man sozusagen austauschen.

00:02:40: Da gibt es keine klare Antwort darauf.

00:02:41: Mir hat beides Spaß gemacht.

00:02:43: Also ursprünglich wollte eigentlich Musiker werden aber viele fühlen sich berufen wenig so einen Auserwählte.

00:02:48: und dann macht man das was man macht man studiert an Medizin.

00:02:53: Evangelische Theologie hab' ich auch mal überlegt.

00:02:55: Spass mit mir.

00:02:55: meine Eltern dann verboten Und so bin ich dann einfach in der Medizin gelandet.

00:02:59: und Nuklearmedizin ist das Fach der Zukunft.

00:03:03: Viele Pharmaunternehmen weltweit investieren sehr, sehr viel in Radioligandtherapie.

00:03:10: Also wo beispielsweise beim Prostatakassinom an bestimmter Strahler gekoppelt wird mit einem anderen Medikament das dann bei Prostatkassinomen eingesetzt werden kann.

00:03:21: und da werden wir noch wahnsinnig viele neue innovative Ansätze aus der Nukleärmedizin den kommenden Jahren erleben.

00:03:28: Sehr spannend.

00:03:29: Sie sind also jetzt Facharzt für Nuklearmedizin, unter anderem auch mit einer Praxis bei uns hier im Witterzellen in Vitalzentrum in Krötig und ich darf jetzt übergeben an meinen Kollegen den Peter Zeitelhofer denn heute geht es hauptsächlich um die Männergesundheit.

00:03:42: Mir ist

00:03:42: du dich zurücklehnen glaubst

00:03:44: du?

00:03:44: Ich werde viel erfahren über die Wechseljahre beim Männern... Ja aber auch ich

00:03:47: weil das ist ja trotzdem mein Mythos bis jetzt.

00:03:49: Wechsel-Jahre bei Männern.

00:03:50: wir sagen immer ach das gibt's doch nicht bei uns!

00:03:53: Aber wie werden es drauf kommen?

00:03:54: Es gibt es doch.

00:03:55: aber zuerst möchte ich die Frage wirklich stellen Gibt's die Wechseljahre beim Mann?

00:04:00: Na ja, es gibt zwei Begriffe.

00:04:01: Man könnte statt der Minopause von einer Andropause sprechen ... Andropausen!

00:04:06: Und man kann aber auch vom alters-assoziierten Testosteronmangel sprechen, je nachdem wo man in die Literatur hineinschaut.

00:04:14: Die Wechsel-Jahre assoziiert mit Hitzeweilung hat der Mann sicherlich nicht Aber wir wissen das.

00:04:21: Der Testosteronspiegel bei Mann ungefähr ab Mitte dreißig Anfang Vierzig deutlich rückläufig ist.

00:04:28: Das Testosteron wird in einem Zelltyp im Hoden, den sogenannten Leidikzellen produziert und das lässt im Grunde noch mit dem Alter nach.

00:04:37: Und damit einhergehend treten sehr viele Symptome auf die man sicherlich zurecht auch in der Ausprägung als Wechseljahre des Mannes bezeichnen kann.

00:04:46: Gehen wir auf diese Symptomen ein bisschen ein.

00:04:48: Es ist natürlich Energielosigkeit würde ich sagen aber auch die schwindende Muskelkraft usw..

00:04:55: Die Muskelkraft ist ein großes, großes Thema.

00:04:59: Wir haben einen Phänomen im sogenannten Männeralter, dass das freie Testosteron in Blut geringer wird und es gibt da so ein Eiweiß- und Protein, das das Testosterone bindet.

00:05:11: und je mehr von diesen freien Testosteronen abgebunden wird, desto weniger hat man zur Verfügung.

00:05:16: und das geht einher mit Libidoverlust, Depressionen, Verstimmung, Stimmung, Schwankungen starke Depressivität, Antriebslosigkeit und dass es einen Formkreis jemand tatsächlich wirklich als Wechseljahre der Männer bezeichnen sollte.

00:05:33: Warum ist es so ein großes Tapu?

00:05:35: Ich habe das Gefühl die Männer sprechen generell nicht gerne darüber, dass sie irgendwie fehlbar sind.

00:05:40: kann das sein?

00:05:41: Wir sind schon viel weil nur wir sprechen vielleicht in unserer Peergruppe also wir sprechen mit uns selber vielleicht.

00:05:46: Das ist ein Thema.

00:05:47: Männer machen sehr viel mit sich selber aus Und selbst in meinem privaten Kreubfreundeskreis sprechen wir nicht über die Symptome, die wir letztendlich jetzt in der fünften oder sechsten Lebensdekade haben.

00:05:59: Haben Sie es einmal probiert mit den Freunden?

00:06:01: Ja!

00:06:02: Wir haben das mal probiert aber es sind viele Medizinerfreunde und es gibt auch eine natürliche Hemmschwelle.

00:06:07: Ich kann mich Ihnen nicht erklären obwohl eigentlich meine Generation sicherlich eine deutlich modernere Generation ist und auch sicherlich viel gefühlsbetonter sind und noch viel mehr auch über uns selber sprechen können.

00:06:18: Aber ich habe dafür keine Erklärung, das ist sicherlich auch eine so zu kulturelle Überformung.

00:06:23: Aber jetzt bleiben wir bei den Stereotypen.

00:06:26: geht der Mann tatsächlich später zum Arzt und welche Auswirkungen hat es tatsächlich?

00:06:30: Ich glaube Männer hören nicht so in sich hinein.

00:06:33: Männer empfinden Selbstwirksamkeit gänzlich anders und ignorieren Symptome des Körperes.

00:06:41: Also Frauen sind da viel offener was sozusagen die Selbstbezüglichkeit betrifft und auf was die Selbstkommunikation betrifgt.

00:06:48: Da haben wir Männer sicherlich ganz hohen Bedarf, gerade im Bereich der präventiven Medizin frühzeitig immer auch zu verstehen welche Signale sendet uns der Körper und was bedeutet das einfach für die Prävention, die sehr wichtig ist.

00:07:02: Bleiben wir bei den Symptomen?

00:07:04: Was kann man denn dagegen machen wenn diese auftreten zum Beispiel wenn eben der Libido Verlust kommt oder die Kraft nachlässt oder eben die Lustlosigkeit, die Energie – was macht man wirklich in der Praxis da geben?

00:07:17: Bevor man zum Testosteronpflaster greift, sollte man erstmal eine entsprechende Labournalysung machen.

00:07:22: Wo stehen wir eigentlich letztendlich mit den tatsächlichen Geschlechtshormonen?

00:07:27: beim Mann bei der Frau?

00:07:29: Und dann sprechen wir viel von Lebenswandel.

00:07:32: Also sicher liegt der Verzicht auf Nikotin und auf Alkohol.

00:07:36: Wir sind wieder bei dem Thema wie bei den Wechseljahren der Frauen das wir Sport machen müssen.

00:07:41: Muskeltraining führt in gewissen Grenzen zu einem relativem Anstieg von Testosteron kann aber den Testosteromangel nicht gänzlich ausgleichen.

00:07:52: Aber am Ende müssen wir unsere Gewicht auch halten, also die pöse Männer was früher wirklich ein Ausdruck vom Wohlstand war.

00:08:01: das führt eher zum Ungleichgewicht weil das Testosterone was zu Estrogen abgebaut wird vermehrt eben halt ja zu Estrogenen umgewandelt wird.

00:08:13: Und von daher muss man sehen, dass man einfach so ein Bodymassindex bellt.

00:08:18: Dass man schlank ist und sich viel bewegt.

00:08:20: Dass auf Alkohol oder Nikotin verzichtet.

00:08:24: Dass es wiederum eine gute ausgewogene Ernährung bringt.

00:08:27: Das ist nicht anders als bei den Frauen.

00:08:30: Deshalb sind wir trinkende Männer im Grunde eher von Oestrogen geflutet.

00:08:37: Biertrinkende Frauen haben dem Vorteil, dass Oestrogene die Wechseljahre doch ein wenig mildert.

00:08:43: Aber jetzt leben wir in einer Informationsgesellschaft.

00:08:45: Wir wissen ja eigentlich all das, was Sie gerade gesagt haben und haben omnipresente Quellen die uns das ständig sagen.

00:08:55: Warum ist der Mensch trotzdem so ein Träger-Organismus, der sich dann nicht auf solche Sachen einstellt?

00:09:02: Geht es da darum dass man einfach nicht die direkte Auswirkung, die tägliche von unserem Handeln auf den Körper merkt, geht es vielleicht zu langsam voran?

00:09:11: Ist das man wirklich sieht okay wenn ich jetzt aufhör zu viel Bier zu trinken dann tut mir das gut beziehungsweise schlecht wenn ich's nicht mache.

00:09:18: Was ist da der Grund?

00:09:20: Ich glaube wir negen zur Bequemlichkeit.

00:09:22: Das hängt sicher auch von unseren Lebensphasen ab in denen wir uns befinden und wir haben ja Gott sei Dank dieses Herrschaftswissen nicht mehr in der Medizin.

00:09:30: oder können sich die Menschen informieren über das Internet sie können Studien lesen.

00:09:33: Das hat Vor- und Nachteile für den Arzt, manchmal auch Nachteil für den Patienten.

00:09:38: Und wenn man sich erst mal so eingerichtet hat und so ein gewissen Bequemlichkeit zurück muss dann kommt man auch schwer aus diesem Kreislauf wieder raus.

00:09:46: Man muss sich zwingen, man muss ja diszipliniert sein oder man muss im Grunde noch viel mehr wissen über die Wechselwirkung zwischen Schlaf und Wohlbefinden, zwischen Ernährung und Wohlbefinden zwischen Sponelementen und Wollbefinden.

00:09:59: Da sind Männer sicher weniger Aufnahme fähig oder nicht so wissbegierig wie Frauen.

00:10:05: Oder haben Sie schon mal eine Apotheken-Zeitschaft gelesen, wenn sie übermaßt waren?

00:10:09: Ich würde sagen nicht.

00:10:11: aber ich bin trotzdem nicht das Paradebeispiel weil ich glaube, ich schaue wirklich drauf dass das passt bei mir auch weil es ist natürlich Arbeit!

00:10:18: Das muss man wirklich sagen

00:10:19: und ich glaube da sind kulturelle Komponente eventuell hier greift Weil wir in einem Land aufgewachsen und die Männer sind dort alle bei der Feuerwehr oder bei der Schnalzergruppe und da wird viel Bier getrunken.

00:10:29: Ich glaube nicht, dass selbst wenn ein Mann sich dessen bewusst wäre.

00:10:32: Dass es jetzt nicht die wunderbare Auswirkung auf die Gesundheit hätte, dass er sich dem entziehen könnte.

00:10:37: Ist das gesellschaftlicher Druck?

00:10:38: Also Alkohol verbindet – das ist ganz klar!

00:10:40: Ja also Alkohl löst Gefühle Man fühlt sich entspannter und man fühlt in einer Gruppe deutlich wohler angekommen.

00:10:48: Wenn man gemeinsam trinkt geht sehr viel Druck von Gruppen aus.

00:10:52: Und wir haben ja eigentlich im Grunde, wenn man mal das Alkohol als Droge bezeichnet, dann haben wir ja ein grund- und massives Drogenproblem in Europa bei den Mengen an Konsum die aber teilweise rückläufig sind, wie hat man diese Alkohlpops?

00:11:03: Diese Süßalkoholiker, diese Süßgetränke, die man sich hinein gibt für die Jugend, ich habe das getan...

00:11:10: Für meine Jugend, ja!

00:11:11: Ja bis zum Filmeris trinken.

00:11:13: Die Wirkung des Alkos wird wirklich massiv unterschätzt und schon wenige Gramm rein ist etanol können also zu massivem Leberschäden führen.

00:11:22: Und das spürt auch die Spiritoseindustrie, die ja ständig nach Auswägung sucht.

00:11:26: Die Deutschen, die Österreicher trinken weniger Wein und weniger Bier.

00:11:30: Die Österreicher vielleicht nicht, aber die Deutschen zumindest sind da keine große Weintrinker-Nationen.

00:11:35: Also ...

00:11:36: Die Mädchen trinken mehr als die Jungs?

00:11:37: Ist es mittlerweile so?

00:11:39: Okay.

00:11:40: Sie trinken später und dafür härter!

00:11:44: Das heißt der Schnitz bleibt gleich bei allen.

00:11:49: Aber was mich trotzdem interessiert ist, wenn man ja weiß, was uns gut tun würde und wir machen es nicht.

00:11:57: Vielleicht brauchen wir einen Fahrplan?

00:11:59: Gehen wir doch einmal durch so einen Tag, was ich optimieren könnte, wenn ich jetzt von dem wirklich Nullacht-Fünfzehn Menschen ausgehe – Was müsste ich machen beim Beginn beim Schlaf dann über Frühstücken, über die Ernährung über die Ernährung untertags bis hin zum Alkohol-Konsum am Abend und wieder zum Schlafen gehen.

00:12:20: Was wären so ein paar Punkte, wo ich wirklich mit relativ wenigen Schritten optimieren könnte dass es mir eben deutlich besser geht?

00:12:28: Ich würde sagen den Tag mit Wasser und nicht mit Kaffee beginnen beispielsweise.

00:12:31: Also wenn der Körper das Signal bekommt er bekommt Wasser dann ist das ein sehr gutes positives Signal.

00:12:37: Den Tag beginnen sicherlich auch mit Übungen.

00:12:41: mit den Übungen, dass man sich den Tag vorstellt.

00:12:44: Dass man den Tag visualisiert, wo will ich am Tag sein?

00:12:47: Was möchte ich erreichen aus meiner

00:12:48: Tagesziele?".

00:12:50: Und dann muss man sehen, das man natürlich auch auf seinen inneren Rhythmus hört.

00:12:55: Wann habe ich Hunger?

00:12:56: Wann hab' ich Durst?

00:12:57: Wanne habe ich das Bedürfnis nach Luft und Natur?

00:13:01: Und dem sollte man sicherlich versuchen ein Stück weit mehr Raum zu geben!

00:13:06: Fahrplan, das ist schwierig.

00:13:08: Weil wir viele Lebensgewohnheiten auch übernommen haben von unseren Eltern und die Kinder zwingen uns manchmal dazu entsprechend Lebensgewohnhalten komplett umzustellen.

00:13:18: Jeder der Kinder weiß dass man in einer bestimmten Phase früh schlafen geht und noch früher aufstellen muss, dass sich das komplett verschiebt.

00:13:26: dieser Schlafwachut muss aber.

00:13:28: was wir sicherlich tun können ist sicherlich deutlich mehr Schlaf auf die Schwachqualität zu achten gesunde, gute nachhaltige Lebensmittel die in der Möglichkeit nicht schadstoffbelastet sind und das wir im Grunde haben also viel stärker auf ihre Verbindung zu Natur finden und suchen.

00:13:46: Man weiß auch Studie im Grunden ist, dass wenn man rausgeht und das Grün der Bäume in der Wiesn ist ein wunderbarer Stimmungsaufheller, dass es wirklich eine gute Wechselwirkung ist also auch auf die psychische Befindlichkeit der Menschen.

00:14:00: und wir leben ja alle in künstlichen Räumen Wenn man sich von diesen Räumen ein wenig befreit, also mich reizt in die Berge nur bis zu einem gewissen Punkt.

00:14:07: Wenn ich die Wahl hätte, dann würde ich natürlich das Meer bevorzugen und wenn Salzburg am Meer liegen würde, wäre sicherlich Salzburg die schönste Stadt und nicht Hamburg auf der Welt.

00:14:18: Aber da muss man rein gehen diese Natur, die einen doch sehr früh geprägt hat.

00:14:22: sie sagt mir Sie sind um Bauenhof groß geworden.

00:14:26: Am Land!

00:14:27: Das

00:14:28: ist die romantische Vorstellung, am langen gibt es nur Bauernholzer.

00:14:31: Wir haben immer in der Nähe von Wäldern gewohnt mit meiner Familie und das ist ein schönes Gefühl rauszugehen diesen Rhythmus wieder zu finden diese ursprünglichen Bezug zu dem was unser Leben ausmacht und prägt dass uns weitgehend verloren gegangen

00:14:48: wird.

00:14:48: Wie wichtig ist Sport?

00:14:50: Dieses große Stichwort Bewegung Krafttraining, Cardio usw.

00:14:56: Ganz klar, Männer sind bis zu einer gewissen Phase.

00:14:59: Das weiß man aus der geschlechter-sensibler Medizin deutlich herzinfarkt Gefährdeter.

00:15:04: Das ändert sich dann ungefähr ab dem sechstigsten Lebensvolljahr.

00:15:08: Sind Frauen deutlich gefährdeter?

00:15:10: Aber nicht weil es beim Mann abnehmend sondern weil es bei der Frau zu nimmt.

00:15:13: Es nimmt bei der frau zu und es nimmt bei einem Mann nicht ab.

00:15:16: das ist richtig.

00:15:17: und die Symptome aber Männern und Frauen sind ganz anders.

00:15:19: also Männer haben klassischen Vernichtungsschmerzen mit ausstrahlenden Schmerzen im linken Arm, beispielsweise Frauen eher Schmerz im Kieferwinkel.

00:15:26: Das weiß man mittlerweile auch in der Geschlechter sensibler Medizin und die Herzkranzgefäße sind bei der Frau deutlich anders von der Architektur als beim Mann.

00:15:36: aber sie haben vollkommen recht ein gesunder Mann achtet auf sein Gewicht, achtet darauf dass er sich auspauert.

00:15:42: Ich frage meine Patienten immer machen Sie Sport oder machen Sie Bewegung?

00:15:46: Und dann sagen sie immer ja ich fahre Fahrrad oder ich gehe den Berg hoch und ich sage, das ist kein Sport.

00:15:51: Das ist Bewegung.

00:15:53: Gehen Sie schwimmen?

00:15:54: Versuchen Sie die maximale Herzfrequenz zu erreichen?

00:15:56: Poweren sie sich aus in dreißigvierzig Minuten?

00:15:58: Wir müssen nicht machen!

00:16:00: Das hebt die Koordination, das hebt im Grunde noch den Muskeltonus und das hebt dem halt auch das

00:16:06: Herzkreis auf.

00:16:06: Sprechen wir von täglich?

00:16:08: Wir sprechen von einmal wöchentlich.

00:16:10: Einmal wöchtlich.

00:16:12: Wichtig ist die Frage.

00:16:14: Ich bin ja

00:16:14: so wahnsinnig weit

00:16:15: drüber.

00:16:17: Wie ist es bei Ihnen?

00:16:18: Wie schaffen Sie's selbst, weil in der letzten Folge haben wir zumindest ihre Gewohnheiten ein bisschen ausgetestet.

00:16:24: Aber wie schauts mit Sport aus?

00:16:26: Na ja... Die Gewohnheit, die Kinderchokolade aus dem Eisfach da liegen zu lassen wo ich sie reingetagen habe, die ist mal stärker und weniger stark ausgeprägt.

00:16:35: Ich muss mich auch zwingend sporten machen.

00:16:37: nach einem anstrengenden Tag irgendwie nach Hause zu kommen ... und dann aufs Laufbahn zu gehen, um ins Fitnessstudio zu gehen.

00:16:43: Das fordert viel Disziplin.

00:16:44: Absolut!

00:16:45: Und ich versuch das ein, zweimal die Woche aufzubringen... Ich brauche auch einen Ausgleich, um in den Stress loszuwerden,... ...dann laufe ich weg den Stress.

00:16:53: Also ich atme ihn weg und ich lauze ihn weg dem Stress.... ...und dann fühle ich mich im Grunde befreit, dass es wirklich wie so eine Katase ist..., ...das ist wirklich sowieso ne Reinigung.

00:17:04: In dem Moment wo ich mich bis zum Jahr zwanzig vierzig komplett entzuckert habe hab ich aber wirklich festgestellt, dass Zucker einfach auch ein Gift ist und das sich ein gutes Leben führen kann ohne Zucker.

00:17:14: Und es ist eine ganz interessante Erfahrung von der ich niemals geglaubt hätte ... Ich bin so in klassischer Süßigkeiten von Nathik, ja?

00:17:22: Dass sie sich eigentlich ohne Schokolade leben können.

00:17:24: Ich muss da jetzt vor Zwischenfragen.

00:17:25: die Entzuckerung, die kam mir auch schon im Vorgespräch und in der Vorbereitung.

00:17:28: wie lang dauert

00:17:30: das?

00:17:31: Monate bei mir!

00:17:33: Wenn wir irgendwas hoffnungsstichendes sagen.

00:17:36: Ja, das hat bei mir auch schon drei bis sechs Monate gedauert.

00:17:39: Und wie geht man davor?

00:17:41: Ich

00:17:42: bin gespannt was Sie sagen!

00:17:43: Bei mir war's radikal.

00:17:44: Ja ich war radikal, es gab Radikales Ergnisse in meinem Leben und dann hab' ich radikal mein Leben umgestellt.

00:17:50: Das heißt, man braucht schon manchmal radikale Erkennisse... Heißt

00:17:53: das dann die Entzugserscheinungen oder dass immer wieder doch zuckehaltiges Wollen dauert so lange?

00:17:59: Der Zucker ist in Ersatzbefriedigung am Grunde genommen, das nennt es.

00:18:02: Das geht zu schnell ins Belohnungssystem rein.

00:18:05: Zucker ist ja ein Belohnungssystem in gewisser Weise.

00:18:08: Denn es stellt sich im Grunde um den Leben immer nur die Frage wie kommt das Brötchen in den Kopf?

00:18:12: und der Kopf will nochmal Zucker haben?

00:18:15: Wenn man schnell verwertbare Zucker hat, schnell verwerbbare Kohlenhydrat.

00:18:18: also Traumzucker geht sofort in den Kopf dann fühlt der Körper, fühlt das Geld an sich erstmal belohnt.

00:18:24: Wenn man aber die Belohnung durch andere Impulse im Leben rund um Neu austiriert, dann kann man auf Zucker verzichten.

00:18:31: Und wir sind alle auch letztendlich ... Also Schleichwerbung-Nutella?

00:18:36: Ich bin auf Nutella geprägt!

00:18:37: Sie können mir

00:18:39: Chocochrems

00:18:40: hinstellen mit noch einem so hohen Nussanteil.

00:18:43: Ich bin von irgendeinem Geschmackstoff und irgendeiner Medizin, der hat geprägt.

00:18:48: Dass ich da nicht auf Qualität achte, soll ich achten nur darauf dass es Nutella ist.

00:18:52: Ja.

00:18:52: Man dacht sie sagen das ich achte nicht auf die Qualität nur auf Menge.

00:18:57: Es gibt ja diese ehemalige oder immer noch hergestellte DDR-Nutella.

00:19:01: Wie hast du die nochmal gleich?

00:19:03: Der ist sehr für mir hartlose drinnen und irgendwie

00:19:09: sowas.

00:19:10: Und wir haben die tatsächlich mal waren und ich habe die verkostet, weil wir ein Doku gesehen haben.

00:19:14: Und die Kinder, die die verkastet haben, haben gesagt da ist sehr viel mehr Haselnusseranteil drin und schmeckt viel besser und so weiter.

00:19:21: Aber wir haben auch diese Nutellabregung.

00:19:24: Ja geht nicht anders.

00:19:25: Ja das stimmt, das ist was dran!

00:19:26: Also das ist ein großes Thema.

00:19:28: Die Geschmacksbildung bei Kindern ist ein sehr stark vernachlässigtes Thema und die Lebensmittelindustrie tut alles daran dass wir eine einmal angefangene Schipstüte, ich denke da an fanny frisch ungarisch.

00:19:40: Wenn nicht die anfangen muss ich sie zu Ende essen.

00:19:43: Ich kann nicht unterbrochen werden in meinen... Unfassbar

00:19:45: eigentlich!

00:19:47: Das heißt irgendwie, wir müssen den Kindern wieder beibringen was in natürlicher Aromen.

00:19:52: Im Grunde brauchen wir ab der ersten Klasse ein Wundern so etwas wie eine Ess-Schule oder einen Essunterricht und wenn wir das einführen dann unser Leben auch wieder an.

00:19:59: Und vor allem auch selbstbestimmter Autonoma Ja, also ich kann mich an so kleine Albersprodukte von Nestle erinnern in diesen kleinen Trinkflaschen.

00:20:08: Von Danone-Nestle.

00:20:09: wissen die denn...

00:20:10: Aktimal ne?

00:20:11: Ja wo irgendwelche links drehen und rechts drehen hoch und runterschrauben und nicht so einen drin sein sollten.

00:20:16: Die haben meine Kinder in Berlin wahnsinnig gerne getrunken Und da sind wir maximal konditioniert.

00:20:22: Wir müssen uns nicht nur entzuckern sondern wir müssen auch wieder dekonditionieren von dem was uns die Lebensmittelindustrie eigentlich aufzwängt.

00:20:28: Aber jetzt sprechen wir ja hauptsächlich über Gewohnheiten, Gegengewohnheiten und so weiter.

00:20:33: Kommen wir wieder zurück vielleicht zum medizinischen.

00:20:36: Was muss passieren?

00:20:37: Beziehungsweise in welcher Lebensphase ist es für Männer trotzdem dann immer wichtig sich die Hormone anschauen zu lassen bzw auch gemeinsam mit einem Arzt oder einer Ärztin über eine Hormonesatztherapie nachzudenken?

00:20:49: Also im Moment wenn ich Symptome habe wie Leistungstabfall, Müdigkeit Konzentrationsschwäche Libidoverlust ist ganz wichtig.

00:21:00: Dann wird es mal Zeit, dass ich einen Endokrinologen, einen Facharzt für Hormone aufsuche.

00:21:07: Auch die Schädelthose kann in einer Unterfunktion, wenn sie zu wenig Schildkurs und Hormonoproduziert massiv auch zu Symptomen führen, die wechseljahrenbeschwerden bei Mann und Frau durchaus sehr ähnlich sind.

00:21:20: Da soll man sich nicht scheuen.

00:21:21: das muss man im Grunde dann einfach entsprechend durch ein Differenzialblutbild mit einer Hormonenbestimmung klären.

00:21:28: Wo liegen die Risiken, wenn ich mich zu sehr auf sowas einlasse?

00:21:33: Nämlich auch im psychischen Bereich.

00:21:35: Kann ich mir als Mann ... Ich spreche trotzdem als Mann hier, kann ich mir zu sehr vielleicht in sowas hinein teatern.

00:21:44: Sprichst du aus Erfahrung?

00:21:45: Nein,

00:21:46: aber ich im Namen unserer Hörer!

00:21:49: Ja so sieht das ganz davon ab, wenn sie sich selber in so eine Form von Hysterie hineinsteigern und alles überbewerten.

00:21:59: Ja, also das ist ja eine Form von Überbewertung.

00:22:01: Sie müssen im Grunde noch mehr lernen.

00:22:03: was sind die Signale meines Körpers?

00:22:05: Was ist das Ergebnis beim Arzt?

00:22:07: Was sagt mir das Blutbild?

00:22:08: Was sagen wir der Lebensstil?

00:22:10: Und diese Selbstbezüglichkeit, die sie ansprechen... Das geht dann schon so ein bisschen desumanischer und zypochondrischer.

00:22:16: Da muss man sehr vorsichtig sein!

00:22:17: Es gibt ja

00:22:19: nicht

00:22:19: von ungefähr den Begriff der Herzangstneurose dass Menschen Angst haben, sie haben ein Herzproblem und dann bekommen Sie einen Herzproblem.

00:22:26: Weil die Vorstellung letztendlich ist auch so eine Veränderung der Physologie und der Kontraktilität des Herzenmuskels fühlt.

00:22:33: Da muss man sehr vorsichtig sein.

00:22:35: Aber da sind manche Menschen gefährdeter.

00:22:36: Manche Menschen sind weniger gefährdet, die eine gute Distanz haben oder eine gute Eigenbezüglichkeit und eine gute Urteilsfähigkeit.

00:22:44: Da kann man nicht pauschal sagen wer da gefährdet ist.

00:22:48: Es gibt im Leben eines Mannes zweimal eine kritische Phase, haben wir in der Vorbereitung gelernt.

00:22:53: Die eine ist im Alter ab fünfzehn bis etwa fünfundzwanzig und dann noch einmal eine Phase wo der Mann durchaus aufmerksam sein soll auf das wie es ihm geht

00:23:03: ja?

00:23:03: Und ob er dann Hilfe holt oder nicht?

00:23:05: Ja.

00:23:05: Wann ist denn diese zweite Phase?

00:23:07: Es gibt interessanterweise das Phänomen, dass viele Menschen aus dem Leben scheiden also Suizid begeben in unterschiedlichen Lebensphasen.

00:23:16: Das sind junge, jugendliche Männer von fünfzehn bis Anfang Mitte zwanzig und dann gibt es später noch mal so ein Peak wo Männer altes Depression haben und die Suizidrate im Alter ist bei Männern ausgeprägter als bei Frauen.

00:23:33: also da muss man sehr darauf achten.

00:23:34: das ist auch ein stark tabuisiertes Thema.

00:23:38: Wir sind ja alle nicht mehr in diesen strikten, ständigen permanenten Familienbezügen oder Familiensystem mit vielmehr serielle Monogamie gelebt.

00:23:48: Das heißt sozusagen ein Partner eine Partnerin kommt geht und viele Männer können deutlich schlechter mit der Einsamkeit umgehen wenn sie keine Partnerinnen haben und die Partnerin ist verstorben es auch ein großes Problem.

00:24:01: Männer werden älter und überleben teilweise auch dann die PartnerInnen und diese soziale Vereinsamung.

00:24:07: Die führt dann häufig auch zu starken Depressionen mit dem Ergebnis, dass sich dann Männer auch soizidieren.

00:24:13: Was nicht bedeuten soll, dass die Frauen nicht soizidieren.

00:24:16: Aber die depression... ...die energiene Depressionenform der das Hormonmangels auch im Zusammenhang mit den Wechseljahren, die ja bei dem Mann kein... Also das ist ja kein abrupter Prozess.

00:24:27: Das ist ein kontinuierlicher Prozess wo man langsam aus dem

00:24:31: Hormoneleben

00:24:33: ausgeschlichen wird.

00:24:35: massiv zur Depression und in der Folge auch so sieht.

00:24:38: Wie unterscheiden sich denn psychische Belastungen generell bei Frauen und Männern?

00:24:44: Gibt es hier Unterschiede?

00:24:47: Ich glaube, die Frage nach der Resilienz, die man müsste einem gewissen Prozenz also nicht sagen.

00:24:56: In Resilience kann man trainieren.

00:24:57: auf der einen Seite aber auch sehr frühkindliche Prägungen führen teilweise zu resilienteren Persönlichkeiten.

00:25:05: Also Menschen Bindungsprobleme haben, die vielleicht aus Trennungsschallungsfamilien kommen.

00:25:11: Die Probleme im Vater-Mutterbezug haben – das weiß man mittlerweile sind nicht ganz so resilient.

00:25:17: Das heißt sozusagen eigentlich eine gute intakte Vater-, Mutter-, Kind-Beziehung für zu deutlich stabileren Persönlichkeiten und man weiß dass Persönlichkeitstabilität immer halt eine ganz wesentliche Voraussetzung auch für persönliche Resilienz ist mit Krisen umzugehen.

00:25:36: Von daher habe ich jetzt gerade die Frage vergessen.

00:25:46: Das ist eine Frage, mit der ich mich ehrlicherweise noch nie so richtig intensiv beschäftigt habe weil die psychischen Belastungssituationen für Männer und Frauen sind nicht ganz vergleichbar.

00:25:54: aber es gibt viele Frauen heute in tradierten Männerberufen.

00:25:58: also es gibt Pilotinnen, es gibt Chirurginnen.

00:26:02: Es gibt heute viele Männer, die wenn ich ja meinen Vater und mein Großvater denke.

00:26:06: Die waren schon liberal im Haushalt haben den Frauen geholfen.

00:26:09: Das heißt wir haben ja am Grunde auch einen Teil unseres ehemaligen Rollenverständers verändert.

00:26:13: das heißt wir kennen den Stress dem man als Mutter mit einem schreien Kind hat was Zärtigkeit liebe Zuwendung braucht aber auch genährt werden muss weil wir das mittlerweile selber auch diese Rolle ein Stück weit übernehmen.

00:26:26: Ich glaube dass der Stress im beruflichen Leben dieser Zeitdruck den wir verspüren, dieses Gefühl dass wir was versäumen.

00:26:36: Diese Sucht nach Informationen in das neue TikTok Video wird etwas auf Instagram gepostet.

00:26:44: Was machen die Nachrichten?

00:26:46: Bin ich gut eingekleidet, hab' ich einen tollen

00:26:49: coolen Job

00:26:49: der Geld verbringen

00:26:50: können.

00:26:51: Obbei was glaubt das dieser Art von Druck auf braun Männer gleichermaßen wirkt ... Ich glaube ja auch.

00:26:55: Ja, die Ansprache oder die Erwartungshaltung der Gesellschaft gegenüber beiden Geschlechtern oder mehreren Geschlechter wie sie in allen Bereichen gestiegen.

00:27:02: Suchen Männer auch bei psychischen Problemen zu Spethilfe?

00:27:07: Ja definitiv.

00:27:08: also die suchen

00:27:08: ...

00:27:09: Oder gar nichts!

00:27:11: ist zu spät und gar nicht.

00:27:12: Die suchen Alkohol, Drogen, Kokain, andere Stimulanzien um darauszukommen auch aus diesen wirklich tiefen Depressionen die in Folge von Testosteronmangel auftreten.

00:27:23: das ist klar.

00:27:25: Die Psychotherapie kann nur als Kurzzeittherapie helfen da gibt es eine Evidenz.

00:27:31: tatsächlich muss man dann ab einem Punkt überlegen ob man dem halt auch Hormone substituiert.

00:27:35: Das muss man aber beim Mann mit dem Risiko der Arteriosklerose und auch der Veränderung der Herzkranzgefäße deutlich zurückhaltender machen als bei der Hormonesatztherapie

00:27:46: oder Frau.

00:27:47: Aber jetzt geistert er immer das Herum dieses Testosteron, dass es einfach abnimmt.

00:27:51: Der Mann giert danach, dass er irgendwie wieder auffüllt diesen Speicher.

00:27:55: Was kann man denn wirklich in der Praxis machen?

00:27:58: Sie haben irgendwie ein Testosterompflaster angesprochen... aber ist das wirklich die Lösung für alles?

00:28:04: Nein, das ist nicht die Lösung!

00:28:05: Das ist sozusagen die Ultimarazie, wenn man wirklich einen sogenannten Hypogronadismus hat also eine wirklich komplette Unterfunktion und auch den Testosteronen produzierenden Zellen im männlichen Roden Dann greift man dazu, oder wenn eben wirklich die Symptome so massiv sind wie Muskelschwund und wie Libido-Verlust.

00:28:24: Und wie Leistungsabfall dann ist das gerechtfertigt aber sehr zurückhaltend.

00:28:31: Ist es verwechselbar mit einer Midlife Crisis?

00:28:36: Ja ...

00:28:41: Also

00:28:42: Midlife crisis ja!

00:28:44: Hab ich die, hat man die als Mann?

00:28:46: Bei

00:28:46: Männern fällt ja eher die Midlife-Crisis auf.

00:28:48: Nicht so sehr werden dann die Wechseljahre wohl thematisiert.

00:28:51: also denke ich mir vielleicht ist

00:28:52: ... Ich bin drauf gekommen dass das eigentlich immer nur Frauen gern ansprechen bei Männern.

00:28:59: Das ist wirklich meine Erfahrung, dass diese Midlife crisis vielleicht auch etwas aufholt

00:29:04: wäre.

00:29:05: Hast du Erfahrungen mit der Midlife

00:29:06: Crisis?

00:29:06: Ein

00:29:06: Triggerpunkt den die Frauen und den Männern interessiert

00:29:09: haben glaube ich.

00:29:11: Also ich habe jetzt nicht mit Fünfzeh oder Sechszeh begonnen, irgendwie Motorrad zu fahren.

00:29:13: Das hab' ich schon vorher übergetan.

00:29:15: Ich hab auch keine Weltreise gemacht und noch keine... ...ich hab die Kilimanjaro in der Tat bestiegen.

00:29:18: Na bitte?

00:29:19: Das war... Im Alter von?

00:29:20: Bitte!

00:29:21: Im Alter vom... äh... ...Zwartausendzweiundzwanzig.

00:29:24: Ja?!

00:29:27: Mit fünfzehnzig.

00:29:28: Genau.

00:29:29: Und ich hab dann Höhentraining gemacht im München.

00:29:32: In einer Höhenkammer bis sechs Tausend Meter.

00:29:34: Wow.

00:29:34: Ähm... Und hab dann trotzdem Höhenkrankheit bekommen.

00:29:38: War das Midlife oder ...?

00:29:39: Das war im Grunde, ich war mal in den neunzigern Jahren in einer Doktorantin verliebt an der Charité und wir haben damals das Buch von Hermingway Schneer am Klima Tchao was ja in der Tat eine Midlife-Crise Geschichte ist.

00:29:52: Und da habe ich gesagt Mensch, wir würden gerne den Klima-Tchao besteigen.

00:29:57: Top!

00:29:58: Das war in nineteenhundert...fumonneunzig ungefähr.

00:30:01: Und dann gab's so ein kleines berufliches Fenster wo ich gesagt habe jetzt oder nie Da habe ich dann nochmal Vater geworden und war auch abgestimmt mit der Mutter, dass sich diese sechs Wochen nicht die Vaterrolle übernehmen konnte.

00:30:18: Und das war in der Tat ein großartiges Erlebnis, weil ich verstanden habe was sozusagen der Mangel an Sauerstoff auch mit einem Menschen auch mit dem Gehirn macht.

00:30:28: Das war ganz faszinierend!

00:30:30: Und da hab' ich versucht den Klimanscharhaus zu besteigen.

00:30:33: Habe dann nochmal einen Basislager Höhen Die Höhenkrankheit bekommen, das ist eine sogenannte Höhendioresse.

00:30:39: Das hat sich ja wahnsinnig viel Volumen verloren und soviel ich gar nicht nachkippen konnte... So für

00:30:45: Kinderregeln kann man gar nicht mitteilen?

00:30:48: Genau!

00:30:49: Und dann wie gesagt habe ich die letzten vierhundert, fünfhundert Meter hab' ich da nicht

00:30:53: mitgegangen.

00:30:54: Warst trotzdem ein Gipfel-Sieg nämlich im Leben?

00:30:57: Es gibt einige Dinge, die man einmal gemacht haben muss und dazu gehörte für mich der Besteigung des Klimanscharos.

00:31:04: Ich würde gerne nochmal ernst werden.

00:31:06: Noch einmal zurück zu diesem Suizid-Thema, psychische Belastung und so weiter.

00:31:10: Wir haben gesagt der Mann sucht zu spät oder gar keine Hilfe.

00:31:15: Das heißt wenn ich jetzt Angehörige bin, welche Warnsignale gibt es?

00:31:21: auf welchen Signalen sollte ich reagieren?

00:31:23: Also es gibt eine sogenannte Präsuizidele Aura.

00:31:27: Diese Präzuizidelle Aura die muss man verstehen.

00:31:32: Menschen werden beispielsweise sehr, sehr ruhig.

00:31:35: Also die Menschen, die mit dem Leben abgeschlossen haben, fallen in so eine starre ist das verkehrte Wort aber in so einer ... Lethargie?

00:31:46: Nee, lethargie ist es auch nicht!

00:31:47: In so einer Abgeschlossenheit.

00:31:50: Das wird noch viel stärker differenziert in der Fachliteratur was diese Prä-Solizie la La Haua ist Und die sind ganz mit sich im Rhein, sie sind auch bei sich.

00:32:01: Suizid ist ja nicht immer nur Ausdruck einer Erkrankung.

00:32:05: Es gibt zwar immer wieder Faktoren, die Suizide auslösen können.

00:32:09: Das können Endogene sein, also Stoffwechsel bedingt.

00:32:12: wir sprachen das Testosteron über die Leiterseinsamkeit aber auch und es kann auch ganz andere Impulse sein.

00:32:19: Es geht den spontanen Suiziden der sehr reaktiv überschießend ist wo die Situation eigentlich nur überstanden werden muss, damit man diese suizidale Krise auch übersteht.

00:32:31: Und dann gibt es sogenannte Bilanzsuizide, wo man einfach – und das ist typisch männlich – wo man sagt, wo stehe ich jetzt eigentlich im Leben?

00:32:37: Was habe ich erreicht?

00:32:38: Wo hab' ich gescheitert?

00:32:40: Ganz häufig!

00:32:43: Das muss man versuchen zu erkennen.

00:32:47: Die Frage nach dem Recht der Autonomie auf den eigenen Tod ist eine sehr schwierige Philosophäetische, auch sehr starker Logieuszuführende Frage.

00:32:59: Man muss nur davon wegkommen, Suizid als Ausdruck von Krankheit und Pathologie zu sehen.

00:33:05: Das heißt es ist nicht immer Krankheit, nicht immer Panik?

00:33:08: Nein!

00:33:09: Nicht immer eine Einengung in der Situation, dass ich nicht mehr ausweist sondern das kann wirklich etwas Rationales sein bei Menschen.

00:33:16: Und auch das muss ihr kennenlernen?

00:33:19: Genau, es gab den Freitod Kessler Zwillinge, glaube ich, vergangen des Jahres.

00:33:23: Die haben den Freitod gewählt und waren in der Zeit von neunundachtzig jährig neunzig.

00:33:27: Sie sind bewusst aus dem Leben geschieden weil sie gesagt haben jetzt können sie die Entscheidung nur selber treffen?

00:33:32: Gemeinsam leben gemeinsam sterben.

00:33:34: Gemeinsame leben gemeinsam Sterben.

00:33:37: Es gibt bei Shakespeare gibt es eine wunderbare Situation.

00:33:41: Ich bin mir nicht ganz sicher ob das in Macbeth war aber da wird ... Nee es war König Lier glaub ich.

00:33:48: Da wird jemand an einen Felsen geführt und dort wird der Suizid einmal visualisiert, er wird einmal durchlebt.

00:33:55: Und dieses durchlebende Suizids hat letztendlich auch so eine Heilung davon gefüllt.

00:33:59: Ich glaube es war königlier.

00:34:02: Spannend

00:34:03: absolut!

00:34:05: Wenn's einen Tipp gibt an unsere Hörer jetzt dem Speziellen nämlich an die Hörern was sie ab morgen ändern sollten damit eben dieser wechselter Männer diese Midlife Crisis oder wie auch immer wir das nennen, ein bisschen abgedämpft wird.

00:34:21: Was wäre das?

00:34:22: Ich denke man muss lernen sich als Mann in seinem Freundeskreis frühzeitiger zu eröffnen und auch über diese Themen die uns berühren, die eine Veränderung mit sich bringen, dass man das gemeinsam bespricht.

00:34:37: Das erste wär erst mal, dass es an die Oberfläche holt, dass sie kommuniziert, dass und sich darüber auch austauscht.

00:34:46: Das wäre schon mal ein erster großer Schritt.

00:34:48: Und wenn man sich dann geöffnet hat, das kann ja in einem Freundeskreis sein.

00:34:51: Das kann aber auch in einem therapeutischen Setting sein.

00:34:55: Dann wäre der nächste Schritt, dass man immer schaut was hilft mir?

00:34:58: Was kann medizinisch getan werden?

00:35:00: Was können therapeutisch getan wären?

00:35:02: Wie kann ich meine Lebensumstände ändern?

00:35:04: wie kann ich meiner Nährung umstellen einen ganzen Nebenzwandel diese ersten Schritte einmal umgesetzt hat?

00:35:11: Ich denke da ist man schon Mal auf einem guten Ersten Weg.

00:35:15: Ich glaube, für weiterführende Fragen können wir auch diesmal die E-Mailadresse von Herrn Prof.

00:35:19: Dr.

00:35:19: Grissin durchgeben und zwar wäre das Ordination et Schilddrüsen Medizin Minus Salzburg A.T.

00:35:25: und des Ü mit Ui geschrieben.

00:35:27: Mit Ordinationet Schilddruisen Medizin minus Salzburg a.t

00:35:31: Wunderbar!

00:35:32: Gabriele eine tolle Folge neigt sich dem Ende zu.

00:35:35: wie immer am Schluss haben wir wieder einen Tip bei einem Lifeline-Tipp eines Produktes, was hast du heute mitgebracht?

00:35:41: Hoffentlich etwas, was uns Männern so gut bekommen.

00:35:43: Ich habe für die Männerfolge natürlich eine Rische Anweisung bekommen von unserer Produktentwicklung und das ist AndroPlus diesmal und ich kann nichts über den Inhalt sagen aber ich weiß dass es wieder zwanzig Prozent gibt mit dem Code andropluszwanzig.

00:35:58: Wunderbar!

00:35:59: Herr Dr.

00:36:00: Grasin.

00:36:01: Lieber Gabriele, vielen Dank für diese spannende Folge über Männergesundheit und die Wechseljahre des Mannes.

00:36:07: Ein Thema, das entweder tabu ist oder vielleicht gar nicht bekannt ist.

00:36:11: Ich habe sehr spannend gefunden!

00:36:13: Ich hoffe, dass wir Sie wieder mal bei uns im Podcast elementar begrüßen dürfen in dieser Runde.

00:36:18: Und bis zum nächsten Mal unseren Zuhörerinnen und Zuhören.

00:36:21: Vielen Dank fürs Hören.

00:36:22: Wir hoffen es hat Spaß gemacht.

00:36:24: Herzlichen Dank für die Einladung.

00:36:26: Danke sehr.

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