#7 Dr. Marina Rendl - Was ist ein gutes Leben?

Shownotes

Was ist eigentlich ein gutes Leben – und wer entscheidet das? In Folge 7 von elementar – dem LIFELIGHT© Podcast für Healthy Living verlassen Peter Zeitlhofer und Gabriele Plätzer das vertraute Terrain aus Medizin, Ernährung und Bewegung und sprechen mit der Philosophin Dr. Marina Rendl über die Fragen dahinter: Warum suchen wir nach Sinn? Wie treffen wir gute Entscheidungen? Und warum fühlen sich Menschen leer, obwohl objektiv alles passt? Dr. Rendl führt in Salzburg eine philosophische Praxis – dort sitzen ihr Menschen mit ganz realen Lebensfragen gegenüber. Ihre Antworten sind unbequem, unaufgeregt rational und angenehm frei von Rezepten. Ein Gespräch über Denkmuster, Erwartungsdruck, Krisen – und darüber, warum das Ziel nie die Lösung ist.

Unser Gast: Dr. Marina Rendl ist Philosophin und Ethikerin und Academic Director am Salzburg College. Sie hat neben Philosophie auch Wirtschaft und Unternehmensführung studiert, in Erkenntnistheorie promoviert, über die Philosophie der Postmoderne habilitiert und ein zweites Doktorat in Ethik in Innsbruck abgeschlossen. Nach Jahren in der Wirtschaft entschied sie sich für die akademische Laufbahn – und gründete schließlich die Philosophische Praxis Salzburg, um dieses Wissen dort anzuwenden, wo es im Leben eng wird.

In dieser Folge erfährst du:

  • was Philosophie wirklich ist – und warum sie weder Coaching noch ein Rezept fürs Glück ist
  • worin der klare Unterschied zur Psychologie und Psychotherapie liegt: keine Diagnose, keine Emotionen, keine Vergangenheit, sondern Denkmuster
  • wer in eine philosophische Praxis kommt – und warum der häufigste Satz „Mir fehlt etwas" lautet
  • warum manchmal nicht die Antwort fehlt, sondern die richtige Frage noch nie gestellt wurde
  • weshalb sich „gelungenes Leben" schon nach Druck anhört – und warum man erst am Ende weiß, ob es gelungen ist
  • wie man unterscheidet, ob ein Wert wirklich der eigene ist oder unbewusst übernommen wurde
  • warum „Ziel ist keine Lösung" einer der zentralen Sätze dieses Gesprächs ist
  • weshalb wir nicht zu viele Möglichkeiten haben, sondern schlicht viele – und warum der moderne Mensch ein unruhiges Wesen ist
  • was Krise philosophisch bedeutet: dass Muster, die früher funktioniert haben, es nicht mehr tun
  • warum Akzeptanz und Gelassenheit kein Widerspruch zur Unsicherheit sind – und Kontrolle eine Illusion
  • warum Wirtschaftsethik und Profit kein Gegensatz sein müssen und die eine Idee für morgen: „Cogito, ergo sum" – warum die Frage oft schon die Antwort ist

Klar, unbequem und erfrischend rezeptfrei – inklusive der überraschendsten Antwort auf die Frage, was sie ihrem 20-jährigen Ich sagen würde.

🎧 Jetzt reinhören – und danach einmal fragen: Warum denke ich eigentlich so und nicht anders?

Transkript anzeigen

00:00:01: Elementar – der Healthy Living Podcast von Lifelight.

00:00:06: Der Podcast für deine Energie, Intuition, Gesundheit, Sablements und ein modernes Leben mit Gabriele Pletzer und Peter Seidlhofer.

00:00:16: Jeden zweiten Mittwoch neu und überall wo es Podcasts gibt!

00:00:20: Was ist

00:00:21: ein

00:00:21: gutes Leben?

00:00:22: Philosophie als Orientierung in einer komplexen Welt Mit der Philosophin Dr.

00:00:28: Marina Rendl.

00:00:29: Meine Damen und Herren, herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Elementar dem Lifelight-Podcast für Healthy Living mit der wunderbaren Gabriele

00:00:37: Pletzer

00:00:37: und mir Peter Zeitlover.

00:00:38: Wir haben heute ein Thema das ein bisschen in eine andere Richtung geht als wir es bisher gewohnt sind.

00:00:44: Wir sprechen ja immer von Gesundheit über die Bewegung, die Ernährung mit Medizinern usw.

00:00:51: Heute haben wir ein philosophisches Thema.

00:00:54: Liegt ihr das?

00:00:56: Ja, das liegt mir.

00:00:56: Das ist sehr nahe auch an der Lebensberatung, die ich ja auch ein bisschen gelernt habe, will ich sagen.

00:01:01: und genau wir haben heute Frau Dr.

00:01:03: Marina Rendl zu Gast.

00:01:05: Herzlich willkommen!

00:01:06: Danke für die Einladung.

00:01:07: Sie ist Philosophin,

00:01:08: sie ist Academic Director beim Salzburg College Philosophien aber auch eine Dame, die aus der Wirtschaft kommt und wir sind sehr gespannt in welche Richtung das Ganze gehen wird.

00:01:19: Hier hat man wieder eine Vorstellung ausgedacht.

00:01:22: bist du bereit?

00:01:23: Ich bin bereit.

00:01:25: Wir sprechen heute über alles, was den Menschen zugrunde liegt.

00:01:29: Wie treffen wir gute Entscheidungen?

00:01:31: Warum suchen wir Menschen überhaupt nach den Sinn?

00:01:34: Und darüber sprechen wir mit.

00:01:35: Dr.

00:01:35: Marina Randl, Philosophin, Ethikerin hat neben Philosophie auch Wirtschaft und Unternehmensführung studiert in Erkenntnis Theorie promoviert über die Philosophies der Postmodellen habilitiert und als zweites Doktorat über Ethik in Innsbruck abgeschlossen.

00:01:52: Hoffentlich stimmt das alles!

00:01:53: Das ist ja wirklich eine ganze Menge uns sehr beeindruckend vor allem aber...

00:01:57: Bisher stimmt schon!

00:01:59: Vor allem aber führt sie in Salzburg eine philosophische Praxis.

00:02:03: Dort sitzen ihr Menschen mit ganz realen Lebensfragen gegenüber, sie ist also nicht Philosophin aus der Bibliothek sondern einer die mit dem Denken arbeitet wenn es im Leben eng wird.

00:02:14: Herzlich willkommen!

00:02:16: Bei uns im Elementarpodcast.

00:02:18: und ich hätte gerne einmal eine Frage am Anfang.

00:02:21: Sie haben Philosophie studiert, gleichzeitig Wirtschafts- und Unternehmensführung.

00:02:25: Das sind doch zwei völlig verschiedene Welten.

00:02:27: Passen diese Welten dennoch zusammen?

00:02:31: Ich glaube schon, theoretisch schon!

00:02:33: Ich kann nicht sagen dass Wirtschaft und Unternehmernsführung mein Hauptfach geworden ist.

00:02:40: Ich habe aber gearbeitet in diesem Segment jahrelang und dann habe ich doch beschlossen, dass ich Richtung akademische Karriere gehe.

00:02:49: Und dann hab' ich promoviert in der Kenntnistheorie... ...und nach einer Abilitation und zwei Promotionen habe ich auch entschieden, dass sich dieses Wissen das normalerweise außerhalb der Universität nicht so populär ist, sagen wir so.

00:03:08: Wahrscheinlich hier irgendwie so anwenden könnte.

00:03:11: und dann habe ich philosophische Praxis Salzburg eröffnet.

00:03:14: Was hat sich an der Philosophie am Denken über das Leben so fasziniert dass sie diesen Denken ihr Leben widmen?

00:03:22: Was ist so spannend daran für Sie?

00:03:25: Ich glaube, dass wir als Erstes mit der Definition der Philosophie beginnen müssen.

00:03:30: Weil die Philosophien natürlich sehr viele Seiten haben und oft verwechselt man Philosophies und Lebensberatung, Coaching, irgendein Rezept wie man schön gut und glücklich leben kann etc.

00:03:45: Als erstes ist Philosophia als Fach eine wissenschaftliche Disziplin die Grundlagen des menschlichen Denkens, Handelns und Wesens untersucht.

00:04:01: Wir arbeiten mit Begriffen, wir arbeiten mit Argumenten, prüfen die Argumente auf die Gültigkeit und Philosophie als Fach besteht aus verschiedenen kleinen Fächern, Erkenntnistheorie

00:04:16: usw.,

00:04:18: Ethik – was ist gut oder was ist schlecht?

00:04:21: Wie weit kann ich gehen mit meinem Handeln?

00:04:23: Wie soll ich richtig handeln, was bedeutet richtig überhaupt.

00:04:28: Was heißt richtige Entscheidung?

00:04:30: Was heißt überhaupt moralisch handeln?

00:04:33: Logik, Argumente, Widersprüche, Gültigkeit, dann natürlich Anthropologie, kulturelle Anthropologie – was macht mir aus als Menschen das?

00:04:46: und es gibt auch natürlich praktische Philosophie wenn wir versuchen, diese theoretischen Diszipline irgendwie zu bestimmten Situationen anzuwenden.

00:04:58: Das ist das was ich in der philosophischen Praxis machen.

00:05:01: Auf einen Teil

00:05:02: im

00:05:02: Gebiet der Philosophie ist dann die praktische Anwendung und da haben sie sich sozusagen verschrieben?

00:05:06: Für mich ja!

00:05:08: Und dass es die Antwort auf Ihre Frage – Was ist denn das so spannend?

00:05:11: Das für mich ist spannend, dass ich diese theoretische Disziplin auf praktische Situationen richtig anwenden kann Und dadurch erreichen wir bestimmtes Ergebnis, das wir erreichen wollen.

00:05:25: Aber ich glaube wenn man jetzt schon bei der Definition sind dann sehen wir doch auch gleich bei der Abgrenzung und ich denke mir schon dass nicht alle wissen vielleicht da draußen die diesen Podcast hören Wie ist denn die Abgrenzung zur Psychologie bzw.

00:05:39: auch zur Psychotherapie zu finden?

00:05:42: Wo hat eben diese Philosophie ihren Platz?

00:05:46: Ja, ja das ist eine ganz gute Frage.

00:05:48: und als Erster der Zugang ist ganz anders.

00:05:53: Der Zugang zur Situation so wir geben keine Diagnose wie behandeln niemanden.

00:05:58: Wir überprüfen die Situation auf eine rationale Art und Weise.

00:06:03: Wir arbeiten nicht mit Emotionen.

00:06:06: Wir arbeiten auch nicht mit irgendeinem individuellen Narrativ, mit einer Vergangenheit.

00:06:16: So wir versuchen zu schauen ist es rational oder nicht was Mensch sagt?

00:06:21: Wir versuchen zu sehen was es dahinter war für ein Denkmuster.

00:06:26: Wie denke ich wie ich immer sage warum denken Sie so?

00:06:31: Warum glauben Sie, dass es richtig ist?

00:06:32: Was heißt das für Sie?

00:06:34: Also wir versuchen als Erstes bestimmte Denkmuster sichtbar zu machen und nur dann so hinterfragen kritisch zu überprüfen.

00:06:44: Was ist denn das?

00:06:45: Wir arbeiten mit Denkmustern.

00:06:47: Und sie arbeiten hauptsächlich in der Methode der Fragestellung wahrscheinlich.

00:06:51: Auch das wir sehr gut haben.

00:06:53: So demokratische Dialog, Analyse, analytisches Denken.

00:06:58: Wir versuchen die Situation rational zu begreifen.

00:07:01: Was ist denn dahinter?

00:07:03: Wissen Sie, Menschen sind wesen, die natürlich nach Ideen geleitet werden und nicht nur nach bestimmten Funktionen.

00:07:11: Und die Ideen können falsch oder richtig sein – das ist natürlich eine individuelle Entscheidung aber wir versuchen mit Hilfe der Logik zu überprüfen.

00:07:21: Wie schaut es aus?

00:07:22: Das ist sogenanntes Denkmuster- oder Narrativ

00:07:26: Und die Ideen wird da kurz einhaken.

00:07:28: Die Ideen, die heute wahrscheinlich Menschen mitbringen sind ja sehr stark geprägt von ich sage jetzt mal auch sozialen Medien und von dem was Menschen glauben das ihre Lebensidee ist.

00:07:37: es nicht die Idee an sich gemeint sondern die die Lebenseinstellung oder die Vision oder der richtig-und-falsche so machen sollte.

00:07:45: Ich glaube schon dass sehr große erstmals sehr große Ablenkung herrscht und zweiten sehr sehr große Einflüsse von den sozialen Medien auch herkommen, vor allem bei der jüngeren Generation.

00:07:56: Beobachten Sie das auch in der Praxis?

00:08:00: Als Erstes möchte ich betonen, dass sich Social Media nicht irgendwie negativ sehen grundsätzlich.

00:08:06: Es ist momentan fast ein Hype zu sagen ja, Social media ist nicht gut.

00:08:11: Ja es ist sehr schlecht für unsere Psyche und unseres Denken wird immer autonom.

00:08:18: Als erstes, wir haben uns auch wahrscheinlich über Social Media und über Internet gefunden.

00:08:23: Und was heißt Social Media?

00:08:24: Das ist eine Ressource!

00:08:27: Und ich entscheide als erwachsene Mensch wie gehe ich mit dieser Ressourcen um.

00:08:33: Es kann positiv sein es kann negativ sein wie jede andere Situation.

00:08:37: das ist eine neutrale Tatsache die wir haben.

00:08:40: Social Media.

00:08:43: Ehrlich gesagt, ich habe nicht beobachtet in meiner Praxis dass Social Media irgendeine spezielle negative Wirkung hat.

00:08:52: Wahrscheinlich das ist keine Pop-Aussage aber ich sehe es einfach so ja?

00:08:56: Das ist Ressourcen.

00:08:58: Aber ist doch so angedämmt wenn man mal andere sich verheißen kann.

00:09:00: Ja absolut.

00:09:01: Schon!

00:09:01: Weil sie haben völlig recht Social Media Bashing wie man sagt ist gerade auch wog.

00:09:06: Es kann und gäbe.

00:09:07: Ich glaube es wäre mal spannend Weil wir sind jetzt schon mitten in der philosophischen Werkstatt drinnen, dass wir mal darüber sprechen wer denn eigentlich zu ihnen kommt.

00:09:16: Wer besucht die philosophische Werkstatte?

00:09:19: Wer besuchts den Philosophen heutzutage?

00:09:22: Eigentlich Jede, der eine oder andere Frage hat, die sie oder er nicht alleine lösen kann.

00:09:31: Jeder, der irgendeine Situation hat und in dem man ein Stückig geblieben ist Und man braucht einfach einen anderen Zugang, Anstoß.

00:09:42: Also es gibt verschiedene Fähle, ja?

00:09:44: Wir unterrichten auch Philosophie in der philosophischen Praxis.

00:09:48: Es gibt sicher Menschen zu sagen okay ich wollte eigentlich immer was Neues lernen.

00:09:53: Ja und momentan im Alter ist mir die Universität anstrengend und ich möchte Philosophienunterricht in einem privaten Format nehmen beziehungsweise ich möchte nur das lernen was mich wirklich interessiert Was an sich für Glück legitim ist.

00:10:08: Das machen wir auch.

00:10:09: Was ist so ein typisches Beispiel dafür?

00:10:11: Für Philosophie

00:10:12: und... Zum Beispiel, oder welche Fragen haben die Menschen?

00:10:15: Welche konkreten Lebensfragen mit welchen Kommen sie zugehen?

00:10:19: Ah ja, ich glaube das ist wunderbar.

00:10:21: mit dem was wir geschickt haben bescheidet.

00:10:27: Typische Frage ist mir fehlt etwas?

00:10:30: Ja Warum bin ich nicht glücklich?

00:10:34: Ich meine grob gesagt.

00:10:36: Aber mir fehlt was.

00:10:38: und wie ich Ihnen schon gesagt habe, normalerweise beginnt der Besuch der philosophischen Praxis mit irgendeiner Frage.

00:10:47: Ich sage nicht Problem weil wir sonst das Problem definieren müssen.

00:10:51: Was heißt Problem?

00:10:52: Mit irgendeine Frage Wenn alles in Ordnung ist wenn mir nichts fehlt, wenn ich mein Leben zu hundert Prozent erfühle in allen sozialen Rollen und Funktionen, die ich vertrete.

00:11:05: Dann gehe ich mit höchste Wahrscheinlichkeit

00:11:08: nicht

00:11:09: in eine philosophische Praxis.

00:11:11: Und dann gehe ich schon wenn ich denke okay, ist das richtig oder falsch?

00:11:15: Was soll ich denn da machen?

00:11:17: Irgendwas fehlt.

00:11:19: Was ist dann die erste Frage, die Sie

00:11:20: stellen?

00:11:22: Warum sind sie da?

00:11:23: Wissen das die Menschen immer?

00:11:26: Oder muss man tiefer bohren?

00:11:27: Oder wäre man dann beim Psychologen besser aufgehoben?

00:11:30: Wenn man es eben nicht weiß...

00:11:32: Also ich würde sagen, als erstes und das ist meine Pflicht und meine Aufgabe als Wissenschaftlerin kläre ich ab ob man bei mir richtig ist oder nicht.

00:11:44: Und ich kläre ab den Unterschied zwischen Psychologie, Psychotherapie und philosophische

00:11:50: Praxis.

00:11:51: Und wie gesagt uns es ganz wichtig dass man keine falschen Erwartungen hat von uns Philosophies.

00:11:58: Philosophie Nicht wenig aber nicht mehr.

00:12:00: Das ist ganz wichtig zu verstehen.

00:12:02: Und ob Menschen immer wissen, warum sie da sind?

00:12:07: In neun und neunzig Prozent in eine Form Ja!

00:12:10: Und wir prüfen, ob es stimmt.

00:12:13: Aber normalerweise ja – Sie haben Bedarf, Sie haben einen philosophischen Bedarf.

00:12:19: Sie haben ein offenes Thema.

00:12:21: Ich sage absichtlich nicht Problem, weil das ganz anderes Fach bedeutet... Sie haben Frage oder ein Thema Und sie wollen natürlich mit diesem Thema irgendwie durchkommen.

00:12:32: Sind dann die Themen, um ein bisschen auf dieser Pferde zu bleiben?

00:12:35: Sind dann nicht so praktisch wie ich wurde vom Erbe ausgeschlossen oder keine Ahnung... Ich werde gemockt!

00:12:44: Sondern die sind wahrscheinlich übergeordnete Natur.

00:12:47: Eher Lebensfragen eher wer bin ich in diese Richtung?

00:12:54: Unterschiedlich?

00:12:55: es können schon bestimmte Fragen sein, die auch situativ sind.

00:13:01: Ich habe eine bestimmte Situation und ich frage mich warum bin ich überhaupt in dieser Situation?

00:13:09: Was heißt richtig was heißt falsch?

00:13:11: wie lebe ich überhaupt?

00:13:13: Was für ein Mensch bin ich?

00:13:14: Also schon werteorientierte Fragen eigentlich.

00:13:19: Grundfragen des menschlichen Wesens weil natürlich für menschliches Wesen, ist nicht genug einfach zu funktionieren.

00:13:30: Wenn ich sage, ich bin Körper und mein Körper funktioniert Beruf check das check das Check aber irgendwie.

00:13:37: Ich muss alle Handlungen, ich muss alle Entscheidungen an meinem Narrativ, an meine Safe Story anzupassen.

00:13:46: Ich muss alles in dieses Konzept involvieren.

00:13:50: Sonst verliere ich Leitfaden, so als verlierei den Sinn und Mensch ist ein sinnorientiertes Wesen.

00:13:58: So wir suchen nach dem Sinn ja?

00:14:01: Ich kann nicht einfach so handeln.

00:14:03: Ich muss verstehen warum ich das mache.

00:14:07: Wenn Sie dann mit einem Menschen sozusagen dessen Leben explorieren, zerteilen sie das Leben auch ein bisschen in Bereiche wie dass es das Arbeitsleben hier ist, das berufliche.

00:14:17: Dann ist das talentorientierte.

00:14:21: oder gehen Sie eher allgemein vor und das richtet sich selber, rüttelt sich selbst ein in einen Muster?

00:14:26: Sehr individuell.

00:14:27: Je nach der Situation ist es wirklich sehr individuell und wie gesagt grundsätzlich versuchen wir die Situation rational zu analysieren je nach der Anfrage.

00:14:39: Es gibt sicher kein Rezept, was heißt glückliches Leben?

00:14:42: Ja Dass sich jedem anbieten kann und sagen okay du musst so und so und es funktioniert natürlich nicht.

00:14:50: Und wir schauen einfach Ist das widerspruch frei?

00:14:55: Was man sagt ist das logisch oder nicht?

00:15:00: Ist das eigene Meinung Oder ist das eine geprägte meinung?

00:15:04: ist das seine meinung oder ein faktum?

00:15:07: Das ist für mich immer ganz wichtig.

00:15:08: Das ist ein großer Unterschied in der Wissenschaft, wir wissen so den Unterschied zwischen einer Meinung und zwischen

00:15:15: einem Faktor

00:15:16: und zwischen der Tatsache.

00:15:17: So kann

00:15:17: es bei einem Hundert-Achzig-Grad-Unterschied sein?

00:15:20: Ja, hundert Prozent!

00:15:21: Und wir versuchen zu schauen was heißt eigentlich die Tatsachen und was heisst eigentlich die Meinung über die Tatzache.

00:15:27: Weil die Fragen können unterschiedlich sein... Was heißt die Welt Was heißt Leben, was heißt Tod?

00:15:36: Warum lebe ich so?

00:15:38: Also sehr unterschiedlich.

00:15:40: Also versuche für mich als Erstes die Fragen je nach Fachgebieten einzuordnen damit wir irgendwie wissenschaftlich unterwegs sind.

00:15:51: und wie gesagt mir ist ganz wichtig dass wir die Grenzen nicht überschalten.

00:15:56: mehr ist ganz Wichtig zu sagen was können Wir wirklich?

00:15:59: aber was können wir gar Nicht?

00:16:02: Eine Frage zum Ablauf, wenn jetzt jemand in die philosophische Praxis kommt.

00:16:05: Für mich sind die Themen so groß dass es erst mal dauert etwas aufzuschließen und eigentlich sind das ja lebenslange Entwicklungsthemen.

00:16:12: wie lang ist denn ein durchschnittlicher Beratungsprozess?

00:16:16: Wie

00:16:16: man will da richten wir uns nach dem Klienten immer also wie man will

00:16:21: macht es Sinn?

00:16:22: ich sage jetzt mein Erzahl macht es sinn unter zehn stunden zu konsultieren?

00:16:26: natürlich

00:16:26: macht sie manchmal essen sehr.

00:16:31: Manchmal entdecken wir bereits in erster Stunde, dass nicht nur die Antwort fehlt.

00:16:37: Sondern die richtige Frage noch nie gestellt wurde

00:16:40: und

00:16:40: manchmal reicht es als

00:16:43: Anstoß.

00:16:44: Ist die richtige Frage ein Derivat von wer bin

00:16:47: ich?

00:16:49: Ja je nach der Situation das klingt davon ab.

00:16:52: was wollen sie?

00:16:53: wie gesagt Sie kommen normalerweise mit irgendeiner Anfrage mit irgenteinen Bedarf Und manchmal kann eine andere Perspektive, eine Methode ihnen helfen.

00:17:06: Ihre Situation oder ihre Person ganz anders zu sehen und das reicht!

00:17:14: Also je nachdem es gibt bei uns sicher keine Vorschriften... Zehn Stunden Block braucht, damit man Lebenssinn entdeckt.

00:17:23: Leider gibt es nicht!

00:17:23: Wäre nicht schlecht.

00:17:24: Ja,

00:17:24: wäre schlecht.

00:17:25: Das glaube ich auch.

00:17:26: Sie haben vorher das glückliche Leben angesprochen?

00:17:29: Ist das glücklich gelingende Leben vielleicht das Zentrum und ist das für jeden möglich?

00:17:37: Zuerst würde ich wahrscheinlich fragen was heißt glückliches Leben für sie

00:17:42: ein gelungenes Leben?

00:17:43: kann man das besser für allgemeinern vielleicht?

00:17:47: Wenn Sie sagen, gelungenes Leben, da spüre ich sofort Druck.

00:17:50: Ja?

00:17:51: Ich

00:17:52: muss...

00:17:53: Ich muss gelungen das Lebens haben!

00:17:55: Aber glauben Sie nicht dass die meisten Menschen gewissen Druck verspüren wenn es um den Lebensentwurf geht?

00:18:01: Das ist eben das was wir hinterfragen müssen.

00:18:05: für mich Als erstes ja Glück.

00:18:09: Es ist sehr sehr individuell geprägter Begriff.

00:18:12: als zweites würde ich sagen Glückliches Leben ist wahrscheinlich erfülltes Leben.

00:18:20: Wie ich das erfülle?

00:18:21: Kann fühlig und erfüdlich sein, mit welchen Narrative, mit irgendwelchen Konzepten, mit welche Idee... Was ist mir wichtig?

00:18:29: Das ist sehr individuell!

00:18:31: Dass es wahrscheinlich auf eine bestimmte Art und Weise schönes Leben erfüllt ist.

00:18:37: Aber

00:18:39: ob

00:18:39: mir mein Leben gelingt ... Ich kann das nicht sagen soweit ich lebe.

00:18:43: Dann kann mich nachher sagen

00:18:45: Am letzten Tag kann man darüber sprechen.

00:18:47: Auch das nicht, oder

00:18:48: einen Tag

00:18:48: danach?

00:18:49: Das können wahrscheinlich die Nachbulte

00:18:50: sagen.

00:18:52: Wir nicht!

00:18:52: So weit ich lebe, kann jederzeit alles falsch laufen.

00:18:57: Genau so wie bei einem Live-Gespräch, wie bei einer Aufnahme.

00:19:03: Da wissen Sie nie, bis es nicht abgeschlossen ist.

00:19:05: Das stimmt.

00:19:05: Es kann immer

00:19:07: noch verändern.

00:19:08: Obwohl... Das ist natürlich mein Thema.

00:19:10: Gespräche auch live Und da merkt man schon, ein gelungener Einstieg ist die halbe Miete.

00:19:16: Ist es beim Leben

00:19:17: auch so?

00:19:18: Da würde ich nicht solche Kategorien anwenden, sehr unterschiedlich.

00:19:23: Das klingt schon wieder nach IDFX oder nach einem Stereotyp.

00:19:29: Wir brauchen immer ganz konkrete Operativen.

00:19:32: Ich glaube das funktioniert bei menschlichen Wesen überhaupt nicht.

00:19:35: genauso.

00:19:36: in der Medizin Ja es gibt sicher keine hundertprozentige Garantie dass diese biologische Körper zu Hundert Prozent perfekt ideal und gesund ist.

00:19:47: Da gibt es immer die Wahrscheinlichkeit, dass doch irgendwie was nicht so richtig läuft.

00:19:55: Das ist Attribut des menschlichen Wesens im Wandern

00:19:58: zu sein.

00:19:59: Wie ist es denn mit dem Attributh der Dankbarkeit oder nicht?

00:20:03: Wie ist das mit der Frage der Dankwahrkeit bestellt?

00:20:05: Weil man hat Dinge, die kann man beeinflussen und andere nicht.

00:20:08: Wir sind in Rahmenbedingungen eingebettet in der Gesellschaft, in der Weltpolitik in den klimatischen Bedingungen der Zeit etc.

00:20:15: Ich kann Sachen beeinflussen, andere

00:20:17: nicht.

00:20:18: und welche Rolle spielt die Dankbarkeit auf dem Weg?

00:20:21: zum Glück?

00:20:24: Es ist sehr individuell.

00:20:26: Wenn es für so wichtig ist, dann ist es ihr Wert und es spielt für sie eine wichtige Rolle.

00:20:32: Gründsätzlich muss ich dankbar sein!

00:20:36: Ich weiß es nicht, das ist eine individuelle Entscheidung je nachdem.

00:20:41: Akzeptanz ist ganz wichtig.

00:20:43: Wie Sie jetzt erwähnt haben, dass es so steuerische Ansatz alles was mir nicht in meiner Macht steht muss ich irgendwie abgrenzen.

00:20:53: Ich kann das sowieso nicht beeinflussen und es ist auch diese kritische Ansat zu teilen.

00:20:58: Was kann ich ändern?

00:20:58: Was kann nicht?

00:20:59: Und das was sich nicht ändern kann Muss ich irgendwie akzeptieren Nicht weil ein Musk gibt Sondern weil Mir selber Es gut tut.

00:21:10: Es ist leichter für mich.

00:21:11: Akzeptanz ist wichtig.

00:21:13: Dankbarkeit, unterschiedlich!

00:21:17: Es sollte nicht zum Druck sein.

00:21:20: Ich muss dann was sein.

00:21:21: Alle fürs

00:21:21: Druck macht wie schlecht, ja?

00:21:24: Genau, das haben wir heute

00:21:25: gemacht.

00:21:26: Auch individuell.

00:21:27: wahrscheinlich viele Menschen brauchen das aber ich glaube dass ich den... Dass ich das Wort Druck im Sinn Stereotyp benutze.

00:21:39: Es ist quasi ein Klischee, ja?

00:21:41: Man muss das und das.

00:21:43: Und es funktioniert eigentlich überhaupt

00:21:45: nicht.

00:21:45: Aber ist nicht genau das die große Säule des Lebens... Der Erwartungsdruck von außen ist nicht das Problem der allermeisten Menschen.

00:21:58: Wir

00:21:59: meinen Sie das von der Gesellschaft oder wie?

00:22:02: Ich würde sagen von jeder Richtung ich würde sagen von einem selbst.

00:22:09: Ich glaube schon, dass jedes Wesen da draußen gerade in unserer westlichen Leistungsgesellschaft großen Druck von außen verspürt beziehungsweise einen Druck von Idealbildern verspürt.

00:22:20: So kommt es mir schon vor.

00:22:21: also ich glaube schon das jeder der aufwächst in dieser Welt eine Vorstellung von außen aufreakturiert bekommt, wie er denn zu funktionieren hat.

00:22:31: Und darüber müssen wir irgendwie drüber kommen?

00:22:34: Ja natürlich!

00:22:34: Das ist glaube ich eines der großen Hürden des Lebens.

00:22:37: oder vielleicht das Erwachsenen?

00:22:39: Wissen Sie es macht überhaupt kein Problem wenn diese Erwartungen können.

00:22:46: ihre Erwartung sind.

00:22:48: sie wollen die eigenen sie wollen dasselbe sie wollen Erfolg sie wollen Profit Sie wollen Publicity, dann macht es ihnen diesen Drug an nichts.

00:22:58: Die sind ihre Ideale!

00:23:00: Das machen sie selbst.

00:23:02: Aber

00:23:02: wo ist der Unterschied zwischen was übernehme ich und was in meine Ideale?

00:23:06: Ich glaube das ist der Vaterphilosophie rauszufinden, was meine Werte sind.

00:23:10: Da muss man schon hinterfragen... Wenn etwas stört, das muss man hinterfragt.

00:23:16: Was ist da hinten?

00:23:17: Lebe ich so wie ich will nach meinen Vorstellungen oder habe ich wahrscheinlich irgendwann irgendwelche falsche Vorstellungen übernommen, unbewusst und das macht mir momentan wahrscheinlich irgendein Hindernis in meiner Entwicklung.

00:23:32: Das ist das was man macht also Denkmuster, ja Narrativ, also Lebensgeschichte.

00:23:39: Wer hat nicht etwas mitbekommen dass eigentlich nicht sein Ureigens des ist sondern etwas was schon erfunden wurde?

00:23:48: Aber es muss

00:23:49: nicht negativ sein.

00:23:50: Es kann auch sehr positiv sein, ja?

00:23:53: Ich habe sicher auch bestimmte Werte übernommen.

00:23:57: Ich bin stolz auf diese Übernahme.

00:24:00: Diese Werte sind zu meinen eigenen Werten geworden und das macht mir große Freude!

00:24:05: Das prägt mich selber und meine

00:24:07: Identität.

00:24:10: Ist es vielleicht wichtig im Leben zu erkennen dass nicht das Ziel des Ziele sondern der Weg das Ziel?

00:24:17: Weil dann bin ich wesentlich gelassener, z.B.

00:24:21: solchen Drucksituationen-Erwartungen und so weiter gegenüber weil ich ja irgendwie weiß in meinem Innersten das sind die Herausforderung, die sich mir stellen.

00:24:29: aber es geht ja auch darum

00:24:31: Was mein Umbring macht mich härter

00:24:35: Ja, unterschiedlich.

00:24:37: Man braucht schon wahrscheinlich bestimmtes Ziel, weil sonst wir nicht bestimmte Sachen messen können.

00:24:44: Sonst wissen wir nicht wo wir sind.

00:24:46: Ich würde sagen, Ziel ist keine Lösung.

00:24:51: Das muss man verstehen und das ist

00:24:53: das was... Also wird es nicht besser wenn ich die eine Sache erreicht habe?

00:24:57: Wäre dich dann nicht endlich glücklich!

00:25:00: Jim Carrey sagt, wenn er den Preis gewonnen hat, dann hat er

00:25:04: ihn.

00:25:04: Wahrscheinlich nicht und das ist der Unterschied.

00:25:10: ja dass die äußeren Erfolge nicht unbedingt diese inneren Stabilität beitragen.

00:25:19: und ja das sage ich eigentlich relativ oft zähle

00:25:24: es keine Lösung.

00:25:25: Aber ist ein Ziel trotzdem etwas Gesundes, wenn ich eben weiß dass das keine Lösung ist?

00:25:30: Was heißt gesund?

00:25:33: Soll man trotzdem Ziele haben im Leben.

00:25:35: Was heißt gesund?

00:25:37: Das ist ja guter Punkt.

00:25:41: aber ist es nicht trotzdem für viele Menschen notwendig, Ziele zu haben nur sich nicht über diese Ziele vielleicht zu definieren?

00:25:54: Ist es

00:25:54: notwendig, Ziele zu haben?

00:25:56: Ja.

00:25:57: Ich glaube schon, dass unser Denken bestimmte Strukturen braucht.

00:26:02: Sonst verstehe ich gar nichts und habe keine Orientierung.

00:26:05: Ziel kann bestimmte Orientierung bedeuten – schon!

00:26:10: Ich glaube auch schon, das fast alle Strukture zu haben oder die wir ausüben wollen, irgendwie zielorientiert sind.

00:26:20: Sonst können wir nicht irgendwelche Progression messen, sonst können wir keine Kritik ausübeln oder kritisieren.

00:26:29: Man braucht irgendein Benchmark?

00:26:32: Schon schon!

00:26:32: Das ist für mich ein Punkt.

00:26:38: Aber der Weg dorthin ist dann das Buch auf es ankommt, dass man sich das bewusst ist.

00:26:42: aber man braucht offensichtlich Ziele habe ich daraus gehört.

00:26:45: haben wir zu viele Möglichkeiten in der heutigen Welt.

00:26:49: Macht uns das vielleicht ein Stück weit verloren?

00:26:54: Weil ich glaube, mein Großvater im Krieg hat weniger Möglichkeiten gehabt und war vielleicht ein geraderes Leben und bei Weitem nicht so hinterfragtes Leben wie es oft heute ist.

00:27:07: Ich glaub... Es ist ein Klischee aus meiner Sicht dass die frühen Generationen das Leben gelebt haben, dass sinnvoller war als unser Leben.

00:27:21: Das glaube ich ehrlich gesagt nicht genau so.

00:27:25: die Situation wenn man sagt okay früher war auf eine bestimmte Art und Weise alles besser.

00:27:31: Das war eben nicht und ich glaube nicht dass an sich die Aussage dass viele Möglichkeiten da sind schlecht ist.

00:27:43: Es ist gut aus meiner Sicht, viele Möglichkeiten zu haben.

00:27:47: Wir haben nicht so viel, wir haben viel.

00:27:49: Zu ist nicht da!

00:27:50: Wir haben einfach viel.

00:27:52: und natürlich haben sie richtig versteht wie sie das meinen?

00:27:59: Sie meinen dass dieser Vielfalt die Möglichkeit in keine Ruhe bringt.

00:28:07: Man muss immer weder Entscheidung treffen.

00:28:10: Ich muss mich immer wieder entscheiden

00:28:12: und

00:28:13: in diesem Modus zu sein, dass ich nicht zwei Geschäfte habe sondern habe fünfhundert Seiten im Internet mit verschiedenen Farben, mit verschiedenen Angeboten und ich muss die richtigste Entscheidung treffen.

00:28:27: das ist bei uns irgendwie so programmiert.

00:28:30: Stimmt!

00:28:30: Ich muss richtige Entscheidungen treffen.

00:28:33: natürlich kann das anstrengend sein.

00:28:36: Das moderne menschliche Wesen ist ein unruhiges Wesen.

00:28:42: Also die

00:28:43: Unruhe

00:28:43: ist momentan einfach Teil unseres Lebens und damit müssen wir umgehen.

00:28:53: Sind wir jetzt wieder an dem Punkt, wo wir sagen man hat nicht alles in der Hand?

00:28:57: Das ist unsere Tatsache das ist unsere Zeit.

00:29:00: Damit müssen wir spielen.

00:29:03: Man hat das nie gehabt überhaupt nicht.

00:29:06: Das ist nicht möglich.

00:29:08: Jede Zeit hat seine Voraussetzungen

00:29:10: einfach?

00:29:11: Ja, ja und das ist eine Illusion, dass ich alles kontrolliere.

00:29:15: Das kann ich nur irgendwie sehr kurzfristig machen wenn es überhaupt...das ist eine illusion des menschlichen Gehirns, das menschliche Gedenken.

00:29:25: Interessant!

00:29:25: Diese Illusion wird mir

00:29:27: auch sehr gut kontrolliert.

00:29:28: Ich kontrolliere gar nichts.

00:29:34: Das führt mich zu einer Frage, wir kontrollieren gar nichts.

00:29:36: Kommen viele Unternehmer auch zu Ihnen?

00:29:40: Eigentlich nicht sehr viel einige.

00:29:42: Ich glaube dass diese Wirtschaftsethik die wir in der philosophischen Praxis Salzburg ausüben ganz neu erst ja man kann oft nicht als Unternehmer für sich selber verstehen wie der wirtschaftliche Profit und eine ethische Handlung irgendwie zusammenkommen.

00:30:01: ist das gut für mein Unternehmen oder nicht?

00:30:04: Das ist auch schwierig.

00:30:05: Was können Sie dann beitragen in der Praxis?

00:30:10: Wir versuchen unseren Klienten beizubringen, was heißt nachhaltige und ethisch begründete Entscheidungen.

00:30:20: Warum ist es gut für Unternehmen?

00:30:22: Und wenn wir schon mit ihnen besprochen haben... Es ist sicher langfristig!

00:30:29: Also kurzfristig, wenn ich profitorientiert bin, brauche ich wahrscheinlich keine Wirtschaftsethik.

00:30:34: Wenn ich an Gesetze halte und das reicht... Wenn ich ein bisschen mehr möchte?

00:30:39: Wenn ich wahrscheinlich andere Menschen ansprechen möchte, dann brauch' ich ein bißchen mehr!

00:30:45: Und es ist dieser Punkt, dieses Unterschied.

00:30:48: also Wirtschafts- Ethik erlaubt bestimmter Strategische, strategisch wichtige Entscheidungen ethisch zu begründen und dadurch natürlich indirekt einen allgemeinen Profit beizutragen.

00:31:02: Zu hundert Prozent!

00:31:03: Also es ist sicher kein Widerspruch weil viele Menschen oder viele Unternehmer denken okay entweder das oder das entweder... wirtschaftliche Profit oder

00:31:14: etwas politisches.

00:31:16: Und das ist überhaupt kein Widerspruch, es gibt keinen Widerspruch in diese Kooperation und im Gegenteil versuchen wir beide Zeiten zusammenzubringen.

00:31:27: Interessant!

00:31:28: Erkennen große Unternehmen eher als kleine oder umgekehrt?

00:31:34: unterschiedlich.

00:31:35: Das heißt, man kann nicht sagen der Konzern ist schlechter darin als das Start-up sondern das meinst du muss stimmen von den wichtigen Handeln und den Persönlichkeiten?

00:31:43: Ja ich glaube schon natürlich dass man bestimmte Ressourcen braucht auch für diese Leistung auch für bestimmte Umstellung.

00:31:52: einfach so es ist nicht leicht.

00:31:54: ja und das ist klar dass jeder Unternehmer oder jede Unternehmerin nach bestimmten Prioritäten handelt Und oft kommt man einfach nicht

00:32:04: dazu,

00:32:05: die Entscheidungen auf Ethik zu überprüfen.

00:32:10: Man kommt einfach

00:32:11: nicht dazu.

00:32:12: Philosophiert eigentlich jeder Mensch oder braucht man eine Ausbildung dafür?

00:32:19: Ja das ist ein interessanter Frage und ich glaube nicht dass sich sehr populäre Antwort geben kann.

00:32:28: Ebenso eine populäre

00:32:30: Genau das kommt.

00:32:32: Also ich glaube nicht, dass jeder Mensch Philosophiert oder dass jede Mensch Philosophi ist oder dass jeder Menschen Philosophie braucht.

00:32:41: Das ist auch eine Illusion die von Philosophien unterstützt wird überhaupt nicht.

00:32:47: Wenn Sie keinen Zahnschmerzen haben brauchen sie keinen Zahnarzt.

00:32:54: Genauso mit der Philosophie.

00:32:56: Ich glaube, dass jeder Mensch oder fast jede Mensch bestimmte Gedanken in Bezug auf Lebenssinn des Lebens- oder Sinnlosigkeit hat.

00:33:08: Jeder Mensch hat Gedanken ob man was falsch oder richtig macht.

00:33:14: Aber das heißt nicht natürlich, dass man in einem akademischen Sinnphilosophie ausübt muss auch nichts sein.

00:33:21: ich sehe nicht philosophie als ein Muss dass jeder Mensch philosophieren muss.

00:33:26: Das ist eine Option, wenn sie keinen Bedarf haben dann haben Sie eben keinen Bedarfs.

00:33:32: Ist auch völlig legitim.

00:33:33: und ob jeder Mensch Philosophist weil man die Gedanken hat über das Leben?

00:33:38: Naja ich glaube nicht das.

00:33:42: Wenn Sie selber zum Beispiel Alternative Medizin verwenden werden Sie sich selbst behandeln was wahrscheinlich legitim ist.

00:33:51: es automatisch heißt dass ihr Arzt seid Das stimmt.

00:33:54: Genau so mit den Philosophien fühlen Sie, aber...

00:33:59: Also ich glaube für mich ist das so wenn ich mich zurück erinnere dass ich als Kind auf der Wiese lag und ins Universum geschadet habe und mir gedacht hab warum ist das alles und nicht nichts?

00:34:09: Ist auch irgendwie ein Titel von einem Philosophen-Buchtitel.

00:34:13: Dann ist es philosophieren.

00:34:14: Und hier bei den Kindern sehr stark beobachtet.

00:34:17: die stellen Fragen.

00:34:17: da sind eigentlich philosophische Fragen.

00:34:19: Warum isst ihr etwas?

00:34:21: Oder warum ist überhaupt etwas?

00:34:23: Aber macht die Frage den Philosophen oder die Antwort.

00:34:27: Beides, beides!

00:34:30: Ich bin nicht an der Position zu antworten.

00:34:33: Doch doch, für mich ist es beide.

00:34:34: Tolles Gespräch,

00:34:35: ich glaube schon.

00:34:39: Jede Frage kann, muss aber auch eine philosophische Frage sein.

00:34:45: Je nachdem was ist dahinter und wie wird das betrachten hier?

00:34:49: wenn sie sagen zum Beispiel glückliches Leben Dann kann ich als Erster fragen, was für Sie Glück heißt?

00:34:57: Wenn Sie sagen Gesundheit.

00:35:01: Als Erstes muss ich als Philosophin in meiner Funktion mit Ihnen abzuklären, wie meinen Sie das?

00:35:08: Was heißt für Sie Gesundheit?

00:35:09: Ist es nur die Abwesenheit der Krankheit oder wollen Sie ein bisschen mehr?

00:35:14: Gehört für Sie etwas mehr dazu und dann beginnen wir!

00:35:21: Ich

00:35:21: würde nur ganz kurz, weil wir sind schon bei dem Gespräch drinnen über Sinn, Gesundheit eben und Krisen sprechen.

00:35:27: Weil ich frage mich immer warum fühlen sich manche Menschen unzufrieden?

00:35:31: Obwohl objektiv alles passt Job, Familie, die angesprochene Gesundheit Geld

00:35:38: ja

00:35:39: Und trotzdem hat man das Gefühl diese Menschen sind nie zufrieden und wollen immer was anderes beziehungsweise mehr.

00:35:45: Was fehlt hier ganz konkret?

00:35:48: Ja ich glaube dass es ja...

00:35:49: Findest du das Sinn?

00:35:51: Ich glaube es ist ganz einfache Antwort, weil die äußeren Erfolge nicht unbedingt mit der inneren Stabilität übereinstimmen.

00:36:02: Das klingt davon ab was ich suche.

00:36:04: wenn ich genau so diese innere Stabilitätssuche dann kann ich das nicht irgendwie decken mit dem was nicht der Fall ist.

00:36:14: Ich versuche bestimmte Bedürfnisse die ich habe materiellen Sachen zu decken, obwohl meine Bedürfnisse im Materiel sind.

00:36:24: Ja,

00:36:25: das glaube ich ganz oft so, das stimmt.

00:36:29: Es gibt diesen Satz dass man nur aus Krisen lernt bzw wächst.

00:36:34: Warum ist es bei manchen Menschen eben so, dass eine Krise sie zum Positiven verändert und bei Manchen aber nichts?

00:36:43: Jetzt müssen wir fragen was heißt die Krise?

00:36:46: Was heißt die krise?

00:36:48: Zum Beispiel Wir gehen natürlich oft im unternehmerischen Kontext aus einer Krise, aber natürlich schon auch eine Krise im Bewarten.

00:36:56: Mitleuf?

00:36:57: Mitleuft.

00:36:57: zum Beispiel wir haben jetzt die Wechseljahre hinter uns hier im Podcast also nicht jetzt persönlich sondern im Podcast durchgenommen Aber genau so beispielsweise solche Dinge.

00:37:11: Die Krise bedeutet philosophisch als erstes, dass sich bestimmte Muster und Narrative, die wahrscheinlich früher bei mir funktioniert haben, momentan in Frage stellen.

00:37:21: Nicht wenige nicht mehr – das ist die Krise!

00:37:23: Das bestimmte Sachen, bestimmte Ideen, die früher für mich sinnvoll waren, niemand wirken, niemand funktionieren.

00:37:30: Das ist diese Spaltung.

00:37:31: Das

00:37:31: hört sich uraktional und so unaufgeregt an, wo immer

00:37:34: Und deswegen muss ich dann hinterfragen, was ist dahinter?

00:37:39: Die Krise von allein ist bestimmte Tatsache.

00:37:43: Die Tatsachen sind neutral.

00:37:46: Was ich draus mache kann mich besser machen oder gar nicht.

00:37:51: also es gibt sicher kein Rezept dass sie sagen okay Krise macht mich besser Ich wachse auf.

00:37:59: als Mensch Muss nichts sein die Art wie ich damit umgehe kann mich besser machen oder

00:38:06: nicht.

00:38:06: Oder eben

00:38:07: nicht,

00:38:08: aber gibt es philosophische Gedanken die in schwierigen Zeiten wirklich tragen?

00:38:12: Oder kommen sie erst danach immer wieder zum Tragen bzw.

00:38:15: zum Wirken?

00:38:16: Ich glaube wissen Sie ganz wichtig für mich persönlich zu verstehen das bestimmte Unsicherheit zum Leben gehört.

00:38:28: Das ist der Teil des Lebens.

00:38:30: ich kann nicht alles kontrollieren Ich kann ein bisschen und mehr geht nicht.

00:38:38: Die Akzeptanz von Unsicherheit?

00:38:41: Bestimmte Akzeptanzen und Gelassenheit und Unsicherkeit sind keine Widersprüche, also Unsicherheiten ist Teil der Gelassenhalt um die Akzeptans wie ich damit umgehe.

00:38:55: Und ja so weit man lebt kann alles passieren.

00:38:59: Mensch ist ein Projekt.

00:39:00: soweit das Projekt nicht abgeschlossen soweit ich lebe, kann alles sein.

00:39:05: Und das ist völlig normal.

00:39:07: Es kann passieren!

00:39:08: Ist es wie die Erkenntnis dass man wenn man sich alt fühlt einfach noch am Leben ist?

00:39:14: Sprich nur derjenige fühlt sich alter wirklich schon des Lebens so lange erlebt, da er alt wird.

00:39:21: Kann man auch sagen Wenn ich krisengebeutelt durch manche Sachen durchgehe heißt das, dass ich immer noch am leben bin.

00:39:31: Es spürt sich, dass man einfach noch Teil dieses Ganzen ist.

00:39:34: Das kann man dann sagen, das gehört eigentlich alles zusammen?

00:39:40: Das entscheiden Sie!

00:39:42: Ob es für sie wertvoll ist und so stimmt.

00:39:44: Es gibt kein Rezept.

00:39:47: Wir sind ja im Therapiegespräch, merkst

00:39:49: du?

00:39:49: Ja, aber ich finde es einfach nicht spannend.

00:39:50: mit gewusstes wieder tolles Gespräch heute.

00:39:54: Ich glaube, dass es Ihre persönliche Entscheidung ändern im Lauf des Lebens.

00:40:01: Es kann schon sein, dass sie das brauchen für bestimmte Zeit oder diese Begründung oder diese Energie.

00:40:09: Dann brauchen Sie es nehmen und dann müssen Sie das Konzept überdenken was auch völlig gut und völlig legitim

00:40:15: ist.

00:40:15: Muss man sich oft erfinden?

00:40:17: Oder neu erfinden in dem Leben?

00:40:21: Oder nur adaptieren?

00:40:23: Na ja Flexibilität ist natürlich ganz wichtig glaube ich.

00:40:26: aber Manchmal entscheiden die Bedienungen für uns.

00:40:34: Manchmal muss ich das machen, da habe ich nicht so viele Möglichkeiten.

00:40:38: Manchmal wählen mich die Situationen und nicht die Situation.

00:40:44: Und ich muss mich anpassen dass ich mit diesen Situationen umgehen kann auf bestimmte Art und Weise.

00:40:53: Ich meine ja... Das ist eine sehr spannende Frage an sich ob ich überhaupt Herausforderungen brauchen.

00:41:01: Das war Ihre Frage.

00:41:07: Ja, natürlich brauchen Sie, wenn Sie aus diesen Herausforderungen was Spezielles und besonders Lernen, was sie dann nutzen für weitere Ziele?

00:41:21: Aber das entscheiden Sie!

00:41:24: Also ich glaube nicht...

00:41:29: Es heißt ja auch, dass Menschen sich die Herausforderungen suchen, diese gerade brauchen.

00:41:34: Das ist so ein Leitsatz aus

00:41:37: der...

00:41:39: Bei mir schwingt eine Sache noch mit und vielleicht ist das jetzt wirklich eine richtig blöde Frage aber kann es sein, dass die Philosophie näher an der Religion ist als an der Psychologie?

00:41:54: Ist sie genauso sinnstiftend?

00:41:55: vielleicht?

00:41:57: Das glaube ich eben nicht.

00:41:59: Also was ist in der Religion rational begründet?

00:42:04: Es ist keine rationale Idee dahinter, es ist Glauber dahinter und in der Philosophie ist dahinter Argumentation logisch.

00:42:13: wie überprüfen?

00:42:14: wir suchen nach Widerspruch.

00:42:16: also das ist ganz andere Ansatz.

00:42:20: Ich bin prinzipiell eher dagegen, dass wir immer wieder was vergleichen.

00:42:25: Die sind verschiedene Fäche.

00:42:27: aber ihre Frage ist völlig wichtig und legitim besonders für Menschen die nicht aus dem Fach sind.

00:42:34: ja was es da unterscheiden würde ich einfach nicht vergleichern.

00:42:37: das sind völlig verschiedene Sachen.

00:42:41: im schluss immer eine Rubrik was man morgen anders machen könnte.

00:42:46: Welche philosophische Idee könnte das Leben von jemandem, der hier zuhört sofort bereichern?

00:42:54: Ich denke so bin ich.

00:42:56: Denken ist wichtig.

00:42:58: Gibt es eine Frage die man sich einmal pro Woche, einmal im Monat stellen sollte bzw noch viel härter gefragt direkt gibt solche Fragen für Sie dadurch dass sie aus dem Fach sind?

00:43:15: Ja natürlich.

00:43:17: Natürlich muss man unterschied machen zwischen privater Person und quasi Person in der Funktion.

00:43:26: Und natürlich glaube ich es ist nicht schlecht, dass man fragt warum mache ich das?

00:43:32: Warum mache ich so und nicht anders?

00:43:34: Warum denke ich so oder nicht

00:43:35: anders?!

00:43:36: Das ist wahrscheinlich der gute Punkt.

00:43:38: Einfach hinterfragen immer wieder!

00:43:41: Je nachdem, was sich in der Frage natürlich aber grundsätzlich oft ist die Frage bereits die Antwort.

00:43:49: Wenn ich diese Frage schon habe... Das gibt bestimmte Konsequenzen.

00:43:54: Da bin ich schon so weit im Prozess.

00:43:57: Frau Dr.

00:43:58: Marina Rändl vielen Dank für dieses tolle Gespräch!

00:44:01: Man merkt, wir haben uns in das Thema

00:44:05: eingebohrt.

00:44:05: Wir haben uns auch im Vorgespräch oder in der Vorbereitung gegenseitig die Frage gestellt, was würden Sie Ihrem zwanzigjährigen selbst heute sagen?

00:44:19: Gar nichts!

00:44:20: Ich denke nicht an diesen Kategorien.

00:44:22: Das ist nicht mein Denken, ich bin nicht zwanziger Jahre alt und habe nichts zu sagen.

00:44:27: Also die Vergangenheit für mich, das ist abgeschlossen

00:44:30: Danke.

00:44:31: Wir haben doch schon herausgefunden, was wir unseren zwanzigjährigen Egos sozusagen mitgeben würden und das war so wie Sie...

00:44:38: Bei uns ist beiden der Mut

00:44:40: noch wichtiger zu

00:44:41: sein?

00:44:42: Der

00:44:42: Mut ist wichtig!

00:44:44: Ich glaube, wir sind auch darauf gekommen, wir kennen uns jetzt doch schon relativ gut, dass der Mut uns beide sicher am Lebensweg aufprägt.

00:44:51: Aber wir würden unseren Zwanzigjährigen ichs noch mehr traut euch noch mehr.

00:44:58: die Vorsicht führt nie dahin, dass etwas legendär wird.

00:45:03: Absolut!

00:45:04: Und so Leidsetze... also ich habe viele Leidsätze herausgehört aus diesem Gespräch zum Beispiel auch den Leidsatz akzeptiere Unsicherheit als Bestandteil des Lebens.

00:45:14: Habe ja sehr viel später begriffen in dem Sinn schon gehört aber vielleicht es gibt immer einen Zeitpunkt wo man Dinge begreift auch.

00:45:22: Also das nämlich sehr stark aus dem heutigen Gespräch mit genau

00:45:26: Vielen Dank euch späten.

00:45:27: Danke, dass ich kommen spreche!

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